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Michael Theurer

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13.09.2017

Europapolitik FDP-Politiker Theurer weißt Vorwürfe von Blackrock zurück

„Die Machtverhältnisse haben sich umgekehrt.“

Berlin – Die FDP wehrt sich gegen Vorwürfe des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, ihre Europapolitik würde die Stabilität der Anleihemärkte gefährden.

„Dass amerikanische Wall-Street-Riesen öffentlich so etwas wie Empfehlungen für die Bundestagswahlen abgeben, ist eine gefährliche Neuerung des Wahljahrs 2017“, schreibt der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Donnerstag).

Dass Blackrock die harte, stabilitätsorientierte Haltung der FDP nicht teile, sei nur konsequent. „Die Wall-Street-Fonds gehören zu den Profiteuren der ultralockeren Geldpolitik. Die Zeche zahlen andere: die Sparer, die Lebensversicherungen, die privaten Banken, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken“, schreibt Theurer.

Dem Europaabgeordneten zufolge verwaltet Blackrock ein Vermögen, das das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland übersteigt. „Demokratisch kontrolliert ist es nicht. Kapitalsammelstellen haben in der Marktwirtschaft eine dienende Funktion. Sie sollen die Realwirtschaft mit Krediten und Liquidität versorgen“, so Theurer. „Der Eindruck ist anders: Die Machtverhältnisse haben sich umgekehrt. Mittelstand und Industrie sollen der Wall Street oder der Londoner City dienen. Das ist nicht akzeptabel.“

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