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12.06.2010

Euro-Rettungsschirm für Deutschland teurer als erwartet

Berlin/Brüssel – Die Risiken für Deutschland aus dem mit 750 Milliarden Euro dotierten Rettungsschirm für kriselnde Teilnehmerstaaten der Gemeinschaftswährung sind einem Gutachten zufolge weit höher als bisher angenommen. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ zufolge kommt der Hamburger Ökonom Dirk Meyer von der Helmut-Schmidt-Universität darin zu dem Ergebnis:

Durch Forderungsausfälle und Wachstumseinbußen könnten „Kosten von über 200 Milliarden Euro“ auf die Bundesrepublik zukommen. Deutschland haftet innerhalb des Rettungsschirms bisher direkt mit bis zu 148 Milliarden Euro für Krisenländer. Die Bundesregierung hatte stets erklärt, weitere Belastungen werde es nicht geben. Die Bonität Deutschlands leide allein schon durch die Teilnahme an dem Rettungsschirm, so das Gutachten, Kredite verteuerten sich, die private Kreditnachfrage werde verdrängt und bei nachlassenden Investitionen sinke langfristig das Wachstum.

„Im Ergebnis führen die Kredit- und Gewährleistungshilfen bereits jetzt und selbst bei vollständiger Rückzahlung zu einer merklichen Belastung in Deutschland“, so Wirtschaftsgutachter Meyer. „Damit sind die in Gang gesetzten Maßnahmen aus ökonomischer Sicht für das Ziel der Finanzstabilität der Europäischen Währungsunion weder geeignet noch erforderlich, geschweige denn verhältnismäßig.“

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