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Euromünze

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15.12.2012

ESM-Chef Euro-Krise könnte in drei Jahren vorbei sein

„Gut die Hälfte“ der Arbeit sei getan.

Frankfurt – Der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält ein Ende der Euro-Krise in zwei bis drei Jahren für möglich. Regling sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“, „gut die Hälfte“ der Arbeit sei getan: „Es sind gute Fortschritte erzielt worden. Es dauert noch zwei oder drei Jahre, dann haben alle Euro-Länder Haushaltsdefizite unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, und sie sind auf gutem Wege zu einem ausgeglichenen Haushalt. Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit holen die Länder, die hier in der Vergangenheit stark zurückgefallen sind, deutlich auf.“ Die ursprünglichen Annahmen zur Entwicklung in Griechenland seien jedoch „zu optimistisch“ gewesen.

Regling betonte, dass ein Beschluss, den ESM auch zur direkten Rekapitalisierung von Banken zu nutzen, noch gar nicht gefallen sei: „Bisher gibt es dieses Instrument nicht. Dazu bedarf es eines einstimmigen Beschlusses der 17 Finanzminister der Eurozone. Den wird es im Regelfall nicht geben, bevor die gemeinsame Bankenaufsicht funktioniert. Die soll bis März 2014 voll funktionsfähig sein. Dann kann es eventuell diesen Beschluss geben.“

Der deutsche Top-Beamte mahnte, bisher erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in Italien nicht wieder in Frage zu stellen: „Die Reformpolitik von Ministerpräsident Mario Monti hat die Zinsen sinken lassen. So etwas ist nie für alle Zeit gesichert. Wenn es zu einem Politikwechsel käme, könnten diese Erfolge schnell wieder verspielt sein“, so Regling zu „Focus“.

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