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20.01.2011

EU-Länder wollen Konten von Tunesiens Ex-Präsident sperren

Brüssel – Die Länder der Europäischen Union wollen die Konten des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali sperren. Darauf verständigten sich Vertreter der 27 Mitgliedstaaten am Donnerstag bei einem Arbeitsgruppentreffen in Brüssel. EU-Botschafter und Außenminister werden die Maßnahme wahrscheinlich bei einem Treffen am 31. Januar bestätigen. Die europaweite Sperrung der Konten soll auch für Angehörige Ben Alis gelten.

Bereits am Mittwoch hatte die Schweiz angekündigt, den Zugriff auf Konten und Immobilien von Ben Ali zu blockieren. Der Machthaber war am vergangenen Freitag nach wochenlangen Unruhen aus Tunesien nach Saudi-Arabien geflohen. Die genaue Höhe seines Vermögens ist unbekannt. Unterdessen droht in Tunesien weiter eine Regierungskrise. Alle noch amtierenden Minister des alten Regimes sind mittlerweile aus der früheren Regierungspartei RCD ausgetreten.

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