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Landwirtschaft Agrar

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21.07.2016

EU-Agrarsubventionen Viel Geld für wenige Betriebe

Grüne fordern Reform.

Osnabrück – Ein Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland hat im vergangenen Jahr 20 Prozent der flächengebundenen EU-Agrarsubventionen erhalten. Das geht aus der Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag).

Demnach erhielten gut 3500 Empfänger zusammengerechnet mehr als eine Milliarde Euro an Direktzahlungen. Insgesamt seien 5,13 Milliarden Euro im EU-Haushaltsjahr 2015 an bundesweit 315.278 Empfänger ausgezahlt worden.

Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, kritisierte: „Ein Hundertstel der Betriebe erhält ein Fünftel der flächengebundenen Gesamtzahlungen. Meinem Sinn von einer gerechten Verteilung entspricht das nicht.“

Das Ministerium verweist in der Antwort darauf, dass eine umfassende Reform der EU-Direktzahlungen erst für das Haushaltsjahr 2016 greife. Dadurch werde es „Verschiebungen zu Lasten der größeren Betriebe“ geben. Kleine und mittlere Betriebe erhalten Boni, honoriert werden sollen dann beispielsweise auch Umweltleistungen im Zuge des sogenannten Greenings.

Ostendorff forderte eine weitergehende Reform: Das System der Direktzahlungen sei veraltet, so der Grünen-Politiker: „Wir wollen weniger Geld für Fläche, dafür mehr Geld für Tierschutz und Biodiversität.“

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