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Sebastian Edathy

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

23.02.2014

Bericht Etliche Morddrohungen gegen Edathy

Die Morddrohungen seien telefonisch erfolgt.

Berlin – Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat nach eigenen Angaben bereits etliche Morddrohungen erhalten. Die Morddrohungen seien telefonisch erfolgt, sagte Edathy dem „Spiegel“. Er könne weder nach Hause noch nach Berlin zurückkehren, so Edathy.

Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, wonach er über den Inhalt eines vertraulichen Briefs der Staatsanwaltschaft an den Deutschen Bundestag vorab informiert gewesen sei. In dem Schreiben vom 6. Februar ging es um die Immunität Edathys als Abgeordneter und um das bevorstehende Ermittlungsverfahren gegen ihn. Noch am gleichen Tag hatte er vor einem Berliner Notar den Rücktritt von seinem Bundestags-Mandat erklärt. Das hatte für Spekulationen gesorgt, ein Informant könne Edathy gewarnt haben.

„Die Behauptung, ich hätte Kenntnis gehabt von dem Schreiben der Staatsanwaltschaft zur Aufhebung meiner Immunität und wäre deshalb schnell zum Notar gelaufen, ist evidenter Unfug“, sagte Edathy nun dem „Spiegel“. Er verwies darauf, dass sein Notartermin schon anberaumt war, bevor die Staatsanwaltschaft den Brief verschickte. „Die zeitliche Nähe zum Brief der Staatsanwaltschaft“, so behauptete er, wäre „reiner Zufall“.

Nicht äußern wollte sich Edathy hingegen zu einem dienstlichen Laptop, den er am 12. Februar als gestohlen gemeldet hatte. Edathy selbst hatte gegenüber dem „Spiegel“ zwar die Bestellung von Nacktbildern Minderjähriger über das Internet eingeräumt, gleichzeitig aber vehement bestritten, dass es sich bei diesem Material um illegale Kinderpornografie handele.

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