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23.05.2017

E.on Teyssen für grundlegende Korrektur der Energiewende

„Als erstes muss die Stromsteuer runter.“

Essen – Eon-Chef Johannes Teyssen fordert eine grundlegende Korrektur der Energiewende. Sie sei „sehr ungerecht“ finanziert, „und das trifft vor allem Menschen mit geringen Einkommen“, sagte Teyssen der „Bild“ (Dienstag). „So fährt der Zug gegen die Wand, das machen die Menschen irgendwann nicht mehr mit.“

Das Scheitern der Energiewende setzte der Vorstandsvorsitzende der Eon SE dabei mit dem Scheitern der Planwirtschaft in der DDR gleich. „Am Ende gab es mehr als 4.000 Einzelpreise für dasselbe Gut: Strom. Der Staat wollte alles regeln. Das kam der Planwirtschaft in der DDR nahe, der Staat musste damit scheitern und ist gescheitert“, sagte Teyssen der „Bild“.

Er forderte eine rasche Entlastung der Bürger. „Als erstes muss die Stromsteuer runter. Deutschland schwimmt im Steuergeld, nimmt aber 2,05 Cent je Kilowattstunde, 40 mal mehr als andere EU-Staaten“, sagte Teyssen.

Auch die „ungerechten Netzentgelte“ kritisierte Teyssen. Die Energiewende sei eine nationale Aufgabe, „deshalb muss die Kostenverteilung fairer werden“, sagte er.

„Derzeit machen wir eine Stromwende, keine Energiewende“, kritisierte Teyssen. Er forderte eine Abkehr von der derzeit erhobenen EEG-Umlage. „Besser wäre eine Klimaabgabe, die Öl, Gas und Kohle stärker belastet und dafür Strom entlastet“, sagte Teyssen.

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