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Islamischer Staat

© The Islamic State / gemeinfrei

05.06.2015

Essebsi Tunesien ist die nächste Beute des IS

Der tunesische Spitzenpolitiker forderte Hilfe von Europa.

Tunis – Tunesiens Präsident Béji Caïd Essebsi sieht sein Land von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bedroht: „Die nächste Beute nach der Strategie des IS ist: Tunesien“, sagte der Chef der säkularen Partei Nidaa Tounes im Interview mit „ZDFheute.de„. In Libyen sei die Miliz bereits fest verankert.

Der tunesische Spitzenpolitiker forderte Europa daher zur finanziellen, technologischen und geheimdienstlichen Hilfe auf, um Chaos oder eine Diktatur in seinem Land zu verhindern. Ein erfolgreicher Kampf gegen den Terrorismus sei auch ein Erfolg für die europäischen Länder: „Sie wissen, dass die Leute auf kleinen Booten nach Europa fliehen. Es sind viele.“

Auf die Frage, warum die größte Zahl der Dschihadisten aus Tunesien komme, antwortet Essebsi, die islamistische Vorgängerregierung sei zu lax gewesen. „Die jungen Leute, die keine Arbeit haben, sind natürlich verzweifelt. Und sie waren leichte Beute für Organisationen, die Übung darin haben, Leute einer Gehirnwäsche zu unterziehen.“

Der demokratische Wandel in Tunesien schreite aber voran, so Essebsi. Das Land werde es schaffen, am Ende seiner fünfjährigen Amtszeit im Club der demokratischen Länder anzukommen.

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