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26.01.2010

Ernst und Lötzsch sollen künftig Linke führen

Berlin – Die Linke soll künftig von einer Doppelspitze bestehend aus den jetzigen stellvertretenden Fraktionsvizen Klaus Ernst und Gesine Lötzsch geführt werden. Damit sollen beide die Nachfolge der bisherigen Parteichefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky antreten. Lafontaine hatte am Samstag seinen Rückzug aus dem Bundestag erklärt, Bisky hatte bereits zuvor angekündigt, nicht erneut für den Parteivorsitz zu kandidieren. Bis in die frühen Morgenstunden habe die Geschäftsführung der Partei nach Aussage des geschäftsführenden Vorstandes Klaus Lederer zusammengesessen, bis eine Einigung auf Ernst und Lötzsch erzielt worden war.

Ursprünglich sollte die Doppelspitze in der Partei allerdings nur eine Übergangslösung sein, nachdem sich im Jahr 2007 die ostdeutsche PDS und die westdeutsche WASG zur Linken zusammengeschlossen hatten. Für 2010 war demnach die Ernennung eines alleinigen Parteivorsitzenden geplant. Für eine erneute Doppelspitze wird auf dem Parteitag Mitte Mai in Rostock, auf dem die neue Führung der Partei beschlossen werden soll, eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig sein. Der ebenfalls für den Parteivorsitz favorisierte derzeitige Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi habe den Posten nach Angaben der Partei nicht übernehmen wollen. Keinen Vorschlag gibt es unterdessen für das Amt von Dietmar Bartsch. Der Bundesgeschäftsführer hatte nach den Illoyalitätsvorwürfen gegen ihn zuletzt erklärt, nicht weiter für seinen Posten kandidieren zu wollen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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