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Michael Schumacher 2011

© Mark McArdle / CC BY-SA 2.0

08.01.2014

Ermittler Schumacher fuhr mit „normalem Tempo“

Überhöhte Geschwindigkeit sei nicht die Unfallursache.

Albertville – Stéphane Bozon, ein für die Untersuchung der Hintergründe von Michael Schumachers Skiunfall im französischen Méribel Ende Dezember verantwortlicher Ermittler, hat erklärt, dass der Ex-Formel-1-Weltmeister mit einem für einen guten Skifahrer „normalen Tempo“ unterwegs war. Das habe die Auswertung der Bilder der Helmkamera ergeben, so Bozon am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Albertville. Überhöhte Geschwindigkeit sei also wohl nicht Unfallursache.

Auch eine fehlerhafte Markierung der Piste habe es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht gegeben. Der Unfallort lag laut Staatsanwalt Patrick Quincy etwa acht Meter von der deutlich markierten Piste entfernt. Man könne demnach deutlich erkennen, wann man den gesicherten Bereich verlasse.

Darüber hinaus sei Schumachers Ausrüstung „fast neu“ gewesen und wohl ebenfalls nicht Auslöser des Unglücks gewesen. Hinweise darauf, dass der ehemalige Rennfahrer vor dem Unfall einer anderen Person geholfen habe, habe es auf den Helmkamerabildern nicht gegeben.

Für eine Zuweisung von Verantwortung für den Unfall sei es nach dem derzeitigen Ermittlungsstand noch zu früh, so der Staatsanwalt.

Schumacher liegt nach seinem Skiunfall weiterhin in einer Klinik im französischen Grenoble im künstlichen Koma. Medienberichten zufolge zeigte er in den letzten Tagen jedoch leichte Zeichen der Besserung.

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