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Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt verliert an Fahrt

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06.04.2012

Wirtschaftswachstum Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt verliert an Fahrt

Volkswirte dennoch zuversichtlich.

Washington – Die Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt hat angesichts der Unsicherheiten beim Ausblick für das Wirtschaftswachstum an Fahrt verloren. Das könnte sich als Rückschlag für US-Präsident Barack Obama erweisen, der auf eine Wiederwahl hofft. Zwar kamen im März 120.000 neue Stellen hinzu. Doch das waren deutlich weniger als in den drei Monaten zuvor, wo jeweils mehr als 200.000 Jobs geschaffen wurden. Volkswirte sind nach drei Monaten mit soliden Zuwächsen dennoch zuversichtlich, dass die Erholung am Arbeitsmarkt anhält.

Die Arbeitslosenquote sank im März auf 8,2 Prozent, das ist der niedrigste Stand seit Januar 2009. Allerdings war der Rückgang vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Menschen nach Beschäftigung suchten und somit aus der offiziellen Statistik herausfielen.

Trotz der kleinen Delle im März kamen seit Dezember 858.000 Stellen hinzu. Die vergangenen vier Monate waren damit die besten seit zwei Jahren. Ein milder Winter dürfte für den Rückgang im März ebenfalls teilweise verantwortlich sein. Der Januar und Februar waren ungewöhnlich warm. Baufirmen begannen somit schon etliche Wochen früher als üblich mit der Einstellung von Arbeitern. Diese neu geschaffenen Stellen fehlten somit im März.

Es sei schließlich nur ein schwacher Monat nach drei Monaten mit Zuwächsen gewesen, sagten Volkswirte. Besonders das Stellenwachstum bei Fabriken, Hotels und Restaurants stimmte sie zuversichtlich. Anthony Chan, Chefvolkswirt bei JPMorgan Wealth Management, erklärte, die Zahlen seien zwar auf den ersten Blick enttäuschend ausgefallen. Doch wenn man sie sich näher anschaue, sähen sie deutlich besser aus. Allerdings warnte US-Notenbankchef Ben Bernanke, dass die aktuelle Wachstumsrate am Arbeitsmarkt ohne steigende Konsumentenausgaben wahrscheinlich nicht zu halten sein werde.

Obama: „Wir müssen noch eine Menge tun“

Obama betonte, die Wirtschaft sei weiter auf Wachstumskurs. „Es ist klar für jeden Amerikaner, dass es auf dem Weg Höhen und Tiefen geben wird und dass wir noch eine Menge tun müssen“, sagte er im Weißen Haus bei einem Forum über die Rolle der Frauen in der Wirtschaft.

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dürfte eines der wichtigsten Wahlkampfthemen im Rennen um das Präsidentenamt im November werden. Kein anderes Thema sei wichtiger, als die wirtschaftliche Sicherheit für alle amerikanischen Familien wiederherzustellen, erklärte Obama.

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