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14.01.2010

Erdbeben auf Haiti Gerücht über Tsunami löst Massenpanik aus

Port-au-Prince – In Haitis Hauptstadt Port-au-Prince ist in der vergangenen Nacht Panik ausgebrochen, als Gerüchte über einen angeblich herannahenden Tsunami die Runde machten. Medienberichten zufolge seien Massen, zu Fuß oder mit Autos, in die höher gelegenen Regionen der Millionenstadt und den Vorort Pétion-Ville gedrängt. Eine Hotelmanagerin äußerte die Vermutung, dass das Tsunami-Gerücht gestreut worden sei, um Plünderungen zu erleichtern. Schon kurz nach dem Beben setzten diese ein, als viele Menschen Nahrungsmittel aus eingestürzten Häusern holten. Zudem müssen sich die Haitianer auf teils erhebliche Nachbeben einstellen. Ein Seismologe am Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) meinte, die Gefahr sei angesichts der Stärke des Hauptbebens in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten groß.

Der Karibikstaat war am Dienstag um 16.53 Uhr Ortszeit (22.53 Uhr MEZ) von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert worden. In Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, die nur etwa 15 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, herrschen nach dem Beben chaotische Zustände. Die Infrastruktur ist komplett zusammengebrochen. Die ersten internationalen Hilfsteams haben unterdessen ihre Arbeit im Katastrophengebiet aufgenommen. Die ersten Frachtflugzeuge mit Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten, Zelten und Spürhunden sind ebenfalls nach Haiti unterwegs. Offizielle Opferzahlen liegen bislang nicht vor. Es werden allerdings Zehntausende Tote befürchtet.

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