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Gerd Müller

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04.10.2014

Entwicklungsminister Flüchtlingsdrama wird noch Jahre dauern

„Es geht nicht nur um Zelte, damit der Regen abgehalten wird.“

Berlin – Die Bewältigung des Flüchtlingsdramas im Nordirak und in Syrien wird die Weltgemeinschaft nach Ansicht von Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) noch über Jahre beanspruchen.

Müller sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag): „Es geht nicht nur um Zelte, damit der Regen abgehalten wird. Es geht um Infrastruktur, es geht darum, dass Kinder und Jugendliche eine Perspektive bekommen.“

Daher müsse man sich auf Jahre einstellen, um die immense Flüchtlingsbewegung in den betroffenen Regionen in den Griff zu bekommen. Hunderttausende Menschen hätten derzeit überhaupt keine Unterkunft. „Und der Flüchtlingsdruck im Nordirak und in Kurdistan hat nicht nur durch den IS-Terror, sondern auch durch die Bombardierungen der US-geführten Koalition zugenommen“, so der Minister.

Zugleich betonte er: „Wir haben nur noch ein Zeitfenster von sechs Wochen. Erst kommt der Regen, dann kommt die Kälte – und dann kommt der Tod.“

Müller forderte eine Aufstockung der Mittel für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) und für das UN-Flüchtlingshilfswerk. Auch müsse die EU eine Sondermilliarde bereitstellen. Auf deutscher Seite würden die Finanz- und Haushaltspolitiker in den nächsten Wochen über eine Erhöhung der Hilfen entscheiden, sagte Müller.

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