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Emmanuel Macron 2014

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04.06.2018

Enttäuschung über Politik 57 Prozent der Bundesbürger würden eine „Macron-Partei“ wählen

Sehnsucht nach einer neuen politischen Bewegung.

Köln – In Deutschland könnte eine politische Bewegung nach dem Vorbild des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ebenfalls mit einem großen Erfolg rechnen. Für das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer hat forsa ermittelt, dass 57 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger sich vorstellen könnten, „bei der nächsten Bundestagswahl eine Sammlungspartei der Mitte wie die von Macron in Frankreich zu wählen“.

Damit übersteigt das Wählerpotential einer politischen Bewegung à la Macron bei weitem das Potential, das früher für „Protestparteien“ wie eine „Haider“- oder „Sarrazin-Partei“ (je 16%) ermittelt wurde. Es ist zudem sechsmal größer als das aktuelle Potential der Wähler am rechten Rand (9,5% aller Wahlberechtigten hatten im September bei der Bundestagswahl der AfD ihre Stimme gegeben).

Zuspruch erhielte eine „Macron-Partei“ auch in Deutschland vor allem von denen, die sich der politischen und gesellschaftlichen Mitte zugehörig fühlen, aber ihre Interessen bei den herkömmlichen Parteien nicht mehr in ausreichendem Maße vertreten sehen und nicht für radikales linkes oder rechtes Gedankengut anfällig sind. Lediglich in den unteren sozialen Schichten überwiegt, mit 48 gegenüber 40 Prozent, der Anteil der Bundesbürger, die sich nicht vorstellen können, eine „Macron-Partei“ zu wählen.

Die Bereitschaft, einer „Macron-Partei“ die Stimme zu geben, ist bei ehemaligen Wählern der SPD (70%) oder der Union (68%) besonders groß. Diese „vergessene Mitte“ im Wählerspektrum – so forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL – „wird durch die in beiden Parteien erhobenen Forderungen nach einem stärkeren Links- bzw. Rechtskurs verschreckt. Gäbe es für die große Mehrheit der Mitte in Deutschland eine politische Alternative wie vor einem Jahr in Frankreich, geriete somit auch das gesamte derzeitige Parteienspektrum in Deutschland in Gefahr.“

Emmanuel Macron hatte im April 2016 eine eigene politische Sammlungspartei der Mitte („En Marche“) gegründet und wurde am 7. Mai 2017 zum neuen französischen Präsidenten gewählt. Zwei Monate später errang seine Partei, inzwischen „La République en Marche“, die absolute Mehrheit der Sitze.

So würden die Deutschen derzeit wählen

Könnten sich die Deutschen zwischen den jetzt vorhandenen Parteien im Land entscheiden, dann ergäben sich im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer kaum Veränderungen gegenüber der Vorwoche. CDU/CSU verbessern sich um einen Prozentpunkt, die Grünen verlieren einen Prozentpunkt. Bei allen anderen Parteien verändert sich nichts.

Die Ergebnisse im Einzelnen: CDU/CSU 34 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 18 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 12 Prozent (8,9%), Linke 10 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 5 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 25 Prozent sind unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler: 23,8%).

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