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Hochspannungsleitung

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05.02.2014

Energiewende Bayern zieht Stromnetzausbau in Zweifel

Moratorium für den Bau von Stromautobahnen im Freistaat gefordert.

München – Die bayerische Landesregierung stellt den Ausbau des Stromleitungsnetzes und damit einen Eckpfeiler der Energiewende in Frage. Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) fordert nach Bürgerprotesten gegen neue Höchstspannungsleitungen ein Moratorium für den Bau von Stromautobahnen im Freistaat, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Darüber hinaus müssten alte Planungen überprüft werden, weil sich die Geschäftsgrundlage mit der von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplanten Reform der Ökostrom-Förderung ändere.

Stromnetzbetreiber äußerten sich überrascht. „Unsere bisherigen Planungen finden auf der Grundlage des von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Bundesbedarfsplangesetzes statt“, sagte der Technische Geschäftsführer des Netzbetreibers Amprion, Klaus Kleinekorte.

Der Netzbetreiber Tennet kündigte an, geplante Bürgerinformationen über den Bau einer 800 Kilometer langen neuen Nord-Süd-Trasse für den schnellen Transport großer Elektrizitätsmengen mit dem Namen „Suedlink“ aufzuschieben.

Wir können keinen Dialog mit dem Bürger führen, wenn die Grundsatzfrage von der Politik neu aufgeworfen wird“, sagte Tennet-Geschäftsführer Lex Hartman der Zeitung. „Akzeptanz muss zuerst von der Politik kommen, nicht nur juristisch und formell sondern auch inhaltlich. Sonst kann man die Diskussion nicht führen.“

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