Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Gasstreit

© Maxim Shipenkov / Archiv über dpa

13.04.2015

Energieminister Russland will 2019 Gastransit durch die Ukraine einstellen

Stattdessen soll Turkish Stream über Griechenland Gas nach Südosteuropa bringen.

Berlin – Russland will nach Auslaufen eines Liefervertrags nach 2019 kein Gas mehr über die Ukraine nach Westeuropa liefern. Stattdessen soll das Pipeline-Großprojekt Turkish Stream über Griechenland Gas nach Südosteuropa bringen.

Das bekräftigte der russische Energieminister Alexander Nowak bei einer Konferenz in Berlin. In den kommenden vier Jahren solle die geplante Leitung durch das Schwarze Meer in die Türkei vorangetrieben werden, sagte er russischen Agenturen zufolge.

Kremlchef Wladimir Putin hatte dem schuldengeplagten Griechenland Millioneneinnahmen durch Transitgebühren in Aussicht gestellt, wenn sich der EU-Staat an dem Projekt beteiligt. Turkish Stream soll eine Kapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr haben. Davon sind 50 Milliarden für den Verkauf nach Südosteuropa bestimmt.

Bislang ist die Ukraine das zentrale Transitland für russisches Gas in Richtung Westen. Die Einnahmen daraus sind wichtig für das vom Staatsbankrott bedrohte Land. Russland hält die Ukraine für unzuverlässig und hatte dort in der Vergangenheit illegales Abzapfen von Gas beklagt.

Um unabhängiger von dem Land zu werden, hatte Russland zuletzt auch die Ostseepipeline Nord Stream bauen lassen. Die beiden Länder streiten zudem über Lieferpreise und Gasschulden.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dpa / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/energieminister-russland-will-2019-gastransit-durch-die-ukraine-einstellen-82019.html

Weitere Nachrichten

Ralf Jäger SPD

© SPD-Landtagsfraktion NRW / gemeinfrei

Bericht Immer mehr Klagen gegen neues NRW-Beamtenrecht

69 Beamte des Landes NRW sind bislang juristisch gegen die neue Dienstrechtsreform vorgegangen. Das geht aus einem neuen Bericht von NRW-Innenminister Ralf ...

Euroscheine Geld

© Friedrich.Kromberg / W.J.Pilsak / CC BY-SA 3.0

Sparkassenpräsident Strafzins ist nicht ausgeschlossen

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), will einen Strafzins für Kleinsparer langfristig nicht ausschließen. "Auch ...

Rentner

© bstrupp / gemeinfrei / pixabay.com

DIW-Chef Fratzscher Höheres Rentenalter unvermeidbar

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus nach dem Jahr 2030 für unvermeidbar. "Die ...

Weitere Schlagzeilen