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Energie Cottbus will nicht Hertha sein

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22.02.2012

2. Bundesliga Energie Cottbus will nicht Hertha sein

Unter dem neuen Trainer Rudi Bommer holte Cottbus nur einen Punkt aus drei Spielen.

Leipzig/Cottbus – Energie Cottbus will nicht die Hertha der 2. Fußball-Bundesliga sein. In der Lausitz verfolgen sie das Geschehen in der Hauptstadt mit Trainerwechsel und Abstiegskampf gerade genau – nicht nur wegen der Nähe zu Berlin. Denn die Befürchtung, dass dem FC Energie das gleiche Schicksal ereilt, liegt nahe. Unter dem neuen Trainer Rudi Bommer hat Cottbus in den drei Spielen nach der Winterpause gerade einmal einen Punkt geholt.

Zwar ist das immerhin ein Zähler mehr, als es Hertha unter dem bereits wieder entlassenen Michael Skibbe gelang. Und der Trainer steht in Cottbus auch nicht zur Diskussion. Doch die Parallelen geistern bereits durch die Köpfe der Spieler. “Wenn wir jetzt nicht aufpassen, rutschen wir ganz unten rein”, warnt Kapitän Daniel Adlung.

Sechs Punkte sind es noch bis zum Relegationsplatz und damit drei weniger als vor Bommers Amtsantritt. Der Trainer hielt seinem Team die Situation nach dem 0:2 in Karlsruhe deshalb gnadenlos vor. Noch in der Kabine setzte er zu einer Standpauke an. “Die Mannschaft muss sich Gedanken machen, ob in und am Strafraum die nötige Ernsthaftigkeit da ist”, sagte Bommer.

In Cottbus fragt man sich mittlerweile, ob die Mannschaft, die von Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz eigentlich für die anvisierte Rückkehr in die Bundesliga zusammengestellt worden war, sich im Abstiegskampf überhaupt zurechtfindet. Die Niederlage beim KSC verdeutlichte einmal mehr, dass Cottbus zwar ansehnlich spielen kann, aber das kämpferische Element oft vermissen lässt.

“Aus dieser Mannschaft verfügt fast kein Spieler über die nötige Erfahrung im Abstiegskampf”, sagte Adlung und wähnt den Klub schon in einer Abwärtsspirale: “Wenn der Kopf nicht mitspielt, wird es nicht einfacher.” Ivica Banovic, kroatischer Haudegen im defensiven Mittelfeld, rief bereits den puren Abstiegskampf aus.

Einer, der vor allem im Angriff die Misere beheben könnte, ist vom Talent her ohne Zweifel Martin Fenin. Der Tscheche kehrte am Mittwoch – vier Monate nach seiner Hirnblutung – ins Mannschaftstraining zurück. Bommer bittet im Umgang mit dem Stürmer, der im Oktober eine Depression öffentlich gemacht hatte, jedoch um Geduld: “Wir tun Martin Fenin gewiss keinen Gefallen, wenn wir sofort Wunderdinge von ihm erwarten.”

Die Hoffnungen ruhen nun auf einen Heimsieg gegen Aue am Samstag. Im Erzgebirge haben sie gerade den Trainer entlassen. Nach einem 1:1 gegen Eintracht Braunschweig hat der Klub nur noch fünf Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Es wird ein Spiel der angeschlagenen Klubs.

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