Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

21.11.2009

Empörung nach Papst-Audienz für kroatischen Skandal-Sänger Marko Perkovif

Rom/Jerusalem – Papst Benedikt XVI. hat für Empörung in Israel gesorgt, weil er Anfang November nach seiner Generalaudienz den kroatischen Skandal-Sänger Marko Perkovif getroffen hat. Der Nationalist Perkovif steht im Ruf, mit seinen martialisch vorgetragenen Blut- und Ehreliedern Rassenhass zu schüren und Gewalt zu verherrlichen. Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Center in Jerusalem sagte dem Magazin „Spiegel“, er halte die Begegnung, für „sehr unglücklich“. Die Zusammenkunft sende falsche Signale an alle Katholiken in der Welt: „Es hat mich schockiert.“ Perkovif wurde erst vor zwei Monaten die Einreise in die Schweiz verweigert. Auch in Österreich wurde nach vehementen Protesten ein Konzert abgesagt.

Auf seiner Homepage schmückt sich Perkovif nun mit den Fotos seines Papsttreffens, er sei „mit seiner Familie zu einer Privataudienz beim Heiligen Vater“ empfangen worden, mit dem er sich auch unterhalten habe. Dabei habe er eine Auswahl seiner CDs und DVDs in einer „speziell für diesen Anlass angefertigten“ weißen Ledermappe übergeben, dazu noch ein Gemälde der „Kirche der kroatischen Märtyrer“, die der Sänger in seiner Geburtsstadt Čavoglave errichtet hat. Padre Federico Lombardi, der Pressesprecher des Papstes, reagierte auf die internationale Kritik mit der Aussage, der Papst kenne nicht alle Personen, „die an solchen Audienzen teilnehmen“.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/empoerung-nach-papst-audienz-fuer-kroatischen-skandal-saenger-marko-perkovif-3896.html

Weitere Nachrichten

Internet Cafe

© Subhi S Hashwa / gemeinfrei

Stopp der Vorratsdatenspeicherung Unions-Fraktionsvize Harbarth kritisiert Bundesnetzagentur

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Stephan Harbarth, hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur zum Stopp der Vorratsdatenspeicherung als ...

Heiko Maas SPD 2017

© Sandro Halank / CC BY-SA 3.0

"Ehe für alle" Maas fordert Kritiker zum Einlenken auf

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Kritiker der "Ehe für alle" aufgefordert, ihren Widerstand gegen das Vorhaben aufzugeben. Maas sagte der ...

kik-Filiale

© über dts Nachrichtenagentur

Bangladesh Accord Modemarken unterschreiben neuen Vertrag mit Arbeitern

Der Vertrag über die Sanierung der Textilfabriken in Bangladesch, der sogenannte Bangladesh Accord, wird über das Jahr 2018 hinaus verlängert. Damit soll ...

Weitere Schlagzeilen