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08.11.2015

Elizabeth George „Donald Trump macht mir Angst“

„Ich weiß nicht, was in den USA passieren wird.“

Berlin – Die US-Bestseller-Autorin Elizabeth George, die mit ihren Krimis über den Scotland-Yard-Inspektor Thomas Lynley Millionenauflagen erreicht, findet die Auftritte von Donald Trump im US-Wahlkampf ziemlich erschreckend.

„Trump macht mir Angst. Ich weiß nicht, was in den USA passieren wird. Er hat keine Ahnung vom Regieren, aber sehr viel davon, wie man Publicity für sich macht, indem er abscheuliche, empörende Statements absondert. Dass er so viele Menschen anspricht, ist zurzeit noch mit dem hohen Entertainment-Faktor zu erklären, den er nun mal hat“, sagte Elizabeth George der „Welt am Sonntag“.

Die Einschätzung vieler politischer Beobachter, die in Trump ein vorübergehendes Phänomen sehen, teile sie nicht. „Sollte Trump von den Republikanern nominiert werden, wird er in den Debatten mit dem demokratischen Kandidaten dieselbe Show abziehen. Er wird clever anmutende Sound-Häppchen produzieren und jene Menschen verunglimpfen, die ihn infrage stellen“, sagte die 66-Jährige der „Welt am Sonntag“.

Die Schriftstellerin hatte in der Vergangenheit oft politische Essays geschrieben, Guantanamo und den Irak-Krieg kritisiert und Barack Obama unterstützt. „Es macht mir große Sorge, dass Trump so weit kommen konnte“, sagte sie, „sollte er sich durchsetzen, was ich nicht hoffe, werde ich mich ernsthafter mit ihm beschäftigen und ihn in Essays auseinandernehmen.“

Kürzlich ist mit „Bedenke, was du tust“, der 19. Roman in der Inspektor Lynley-Reihe erschienen. Diesmal muss der adelige Ermittler den Giftmord an einer feministischen Bestseller-Autorin aufklären. Dass sie eine Frauenrechtlerin umbringen lasse, sei aber nicht sarkastisch gemeint, versichert sie. „Es passte einfach gut zum Plot. Obwohl ich mir ein paar Spitzen nicht verkneifen konnte“, sagte George der „Welt am Sonntag“.

Auf einen Traummann wie jenen von Colin Firth dargestellten Mr. Darcy aus den Bridget-Jones-Filmen, warte man vergeblich. „Es gibt keinen perfekten Mann, genauso wenig, wie es eine perfekte Frau gibt“, sagte Elizabeth George, „die Vorstellung, dass ich nur lange genug nach einem Traummann suchen muss – und dann kommt irgendwann Colin Firth zu mir, ist schwachsinnig.“

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