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ElBaradei tritt nicht zur Präsidentschaftswahl in Ägypten an

© AP, dapd

14.01.2012

Wahlen ElBaradei tritt nicht zur Präsidentschaftswahl in Ägypten an

Aus Protest gegen den Militärrat.

Kairo – Aus Protest gegen die ägyptischen Militärmachthaber will der Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei nicht bei der für dieses Jahr angekündigten Präsidentschaftswahl im Land antreten. Faire Wahlen seien unter den derzeitigen Umständen nicht möglich, hieß es in einer Erklärung des 69-Jährigen am Samstag. Der Militärrat, der nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak die Macht übernommen hatte, sei damit gescheitert, Ägypten auf den Weg zur Demokratie zu führen. Er habe regiert, als ob es nie eine Revolution gegeben habe und kein Regime gestürzt worden sei, erklärte ElBaradei.

“Ich hatte von Anfang an gesagt, dass mein Gewissen es mir nicht erlauben wird, für die Präsidentschaft oder irgendeinen offiziellen Posten zu kandidieren, es sei denn, es gibt einen echten demokratischen Rahmen, der das Wesen von Demokratie aufrecht erhält und nicht nur ihre Form”, sagte ElBaradei.

Er forderte junge Ägypter auf, ihre friedlichen Proteste im Land fortzusetzen. “Die Jugendlichen sind es, die dieses Land wieder aufbauen werden…Sie sind der Traum, die Hoffnung”, sagte ElBaradei.

Viele Ägypter hatten ElBaradei dafür kritisiert, dass er sich seit dem Beginn der ägyptischen Revolution am 25. Januar 2011 bei den Straßenprotesten zurückgehalten habe. Er habe die Chance nicht genutzt, um als starker Anführer des Aufstands aufzutreten.

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