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EKD-Ratsvorsitzender Schneider übt Kritik an Bundesregierung

Berlin – Der neugewählte Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD,) Nikolaus Schneider, will bei seinem bevorstehenden Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel deutliche Kritik äußern. „Wir hatten einen Kompromiss in unserem Lande, der die Beendigung der Laufzeiten festgelegt hat“, sagt Schneider im „Spiegel“-Interview über die Atompolitik. „Es war unklug von der Bundesregierung, diesen Konsens wieder in Frage zu stellen“, so der 63-Jährige. Dadurch werde auch die Debatte zur Endlagerung erschwert. „Die Bürger protestieren nicht grundlos“, so Schneider.

Der Ratsvorsitzende ist außerdem über Forderungen beunruhigt, den Afghanistan-Einsatz zu verlängern. „Ich bin dafür, die Soldaten aus Afghanistan so schnell wie möglich abzuziehen, ohne einen Scherbenhaufen zu hinterlassen“, sagt er. Dies werde er sicher bei der Kanzlerin zur Sprache bringen. „Militärische Gewalt kann nur das letzte Mittel sein“, so Schneider.

13.11.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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