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Evangelische Kirche

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03.04.2015

"Spiegel" EKD-Ratsvorsitzender kritisiert Antisemitismus von Martin Luther

„Diese Verirrungen können nur Anlass zu Trauer und Scham sein.“

Berlin – Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, kritisiert den Antisemitismus von Martin Luther. „Luther hat sich in seiner Spätzeit unhaltbar und in kruden Thesen über das Judentum geäußert“, sagte Bedford-Strohm dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. „Diese Verirrungen können nur Anlass zu Trauer und Scham sein.“

Man habe „leider jahrhundertelang immer wieder übersehen“, dass Christen „für immer in den biblischen Bund Gottes mit dem Volk Israel einbezogen“ seien, so Bedford-Strohm. Jesus habe zum gleichen Gott gebetet wie das jüdische Volk.

„Es ist eine Hypothek der christlichen Theologie, dass man an dieser Stelle lange die Tatsachen verdreht hat.“ Allerdings hätten sich die christlichen Kirchen diesem Versagen inzwischen intensiv gestellt.

Bedford-Strohm ist bayerischer Landesbischof. Im November 2014 wurde er zum Ratsvorsitzenden der EKD gewählt.

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