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EKD-Chef hält Betreuungsgeld für falsch

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16.02.2013

Soziales EKD-Chef hält Betreuungsgeld für falsch

„Wir müssen zuerst ausreichend Betreuungsangebote schaffen.“

Berlin – Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, lehnt die Einführung des Betreuungsgelds zum jetzigen Zeitpunkt ab. „Das Betreuungsgeld ist ein Fehler“, sagte Schneider der Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). Es gebe momentan keine echte Wahl zwischen der Betreuung von Kindern zu Hause oder in der Kita oder bei Tagesmüttern. „Wir müssen uns zuerst darauf konzentrieren, ausreichend Betreuungsangebote zu schaffen. Erst wenn das gelungen ist, könnte man eventuell ein Betreuungsgeld erwägen“, sagte der scheidende Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Bundespräsident Joachim Gauck hatte das Gesetz über das umstrittene Betreuungsgeld am Freitag unterzeichnet. Danach können Eltern, die ihre ein bis zwei Jahre alten Kinder zu Hause betreuen und keine Tagesmutter in Anspruch nahmen, ab August 2013 zunächst 100 Euro, ab 2014 dann 150 Euro monatlich erhalten.

Schneider sprach sich auch für eine Reduzierung des Ehegattensplittings aus. „Wo zwei Ehepartner für sich sehr gut verdienen, braucht man kein Splitting. Man könnte es auf ein bestimmtes Gesamteinkommen begrenzen“, sagte Schneider. Völlig abgeschafft werden solle das Ehegattensplitting aber nicht. „Bei niedrigeren Gehältern ist das Splitting ein sozialer Ausgleich, den ich befürworte“, sagte er.

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