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Eisschnelllauf-Weltrekordlerin Wolf von Chinesin entthront

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29.01.2012

Wolf Eisschnelllauf-Weltrekordlerin Wolf von Chinesin entthront

“Jenny ist so gut gestartet, dann aber nach drei Schritten weggebrochen”.

Calgary – Jenny Wolf hatte gehofft, in dieser Saison auf den schnellen Bahnen von Nordamerika als erste Eisschnellläuferin der Welt die 500 Meter unter 37 Sekunden zu laufen – doch eine Chinesin kam der Berlinerin zuvor. Jing Yu entthronte Weltrekordlerin Wolf bei der Sprint-WM im kanadischen Calgary und lief die 500 Meter in 36,94 Sekunden. Damit schnappte die 26-Jährige Wolf ihren am 11. Dezember 2009 im US-amerikanischen Salt Lake City aufgestellten Rekord weg. Gleichzeitig übernahm Yu vor den abschließenden 1.000 Metern die Führung in der WM-Gesamtwertung.

“Jenny ist so gut gestartet, dann aber nach drei Schritten weggebrochen. Das ist sehr schade, denn das Eis war sehr gut und alle sind deutlich schneller gelaufen als am Samstag. Da hatten wir auch bei Jenny auf eine Steigerung gehofft und dann passiert das”, sagte Cheftrainer Markus Eicher.

Im direkten Duell mit der Chinesin kam Wolf bereits kurz nach dem Start ins Straucheln und lief die letzte Innenkurve auf Sicherheit. So konnte die 32-Jährige nur von hinten zuschauen, wie Yu ihre Bestmarke knackte. Die Berlinerin selbst kam erst nach 38,05 Sekunden ins Ziel und belegte damit im dritten von vier Rennen nur Rang Zwölf. Damit rutschte die 500-Meter-Weltmeisterin in der Gesamtwertung vom zweiten auf den siebten Rang ab und hat keine Chance mehr auf WM-Edelmetall.

Am Vortag noch hatte Wolf sich mit einem Sieg im ersten 500-Meter-Rennen und einer persönlichen Bestleistung über 1.000 Meter selbst überrascht, nachdem sie in den vergangenen Wochen über Müdigkeit und Kraftlosigkeit geklagt hatte.

Die Erfurterin Judith Hesse verbesserte zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen ihre Bestmarke über 500 Meter auf 37,79 Sekunden und belegte Platz fünf. Im Gesamtklassement rangiert sie auf Rang 13. Die Berlinerin Monique Angermüller, die am Samstag über 500 Meter gestürzt war, trat am Sonntag nicht mehr an.

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