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Eintritt für Potsdamer Park Sanssouci weiter ungewiss

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13.01.2012

Jahresprogramm Eintritt für Potsdamer Park Sanssouci weiter ungewiss

Schlösser-Stiftung verzeichnet Besucherrückgang im Jahr 2011.

Potsdam – Ob Besucher für ihren Spaziergang durch die Parkanlage von Schloss Sanssouci in Potsdam zukünftig Eintritt zahlen müssen, ist weiter unklar. Ende Februar werde sich der Stiftungsrat als Aufsichtsratsgremium der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) erneut mit dem Thema befassen, sagte SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh am Freitag in Potsdam.

Letztlich sei das eine politische Entscheidung. Fest stehe, dass die Finanzierung der Pflege der Gartenanlage weiter im Argen liege. Durch freiwillige Parkeintrittsgelder in Anlagen in Potsdam und Berlin seien im vergangenen Jahr 213.000 Euro in die Kasse der Stiftung gespült worden. Der Löwenanteil wurde den Angaben zufolge im Park Sanssouci eingenommen.

Indes sind die letzten Vorbereitungen der Stiftung für die Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr Friedrichs II. – vor allem für die große Schau „Friederisiko“ ab 28. April im Potsdamer Neuen Palais – in vollem Gange. In die Ausstellung, zu der jeden Tag 5.000 Besucher zugelassen werden, habe die Stiftung sechs Millionen Euro investiert. Die Besucher werden einen völlig neuen „Fritz“ kennenlernen, sagte der ehemalige brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) als Vorsitzender eines Kuratoriums aus 18 Mitgliedern, das die Arbeit der Stiftung begleitet hat.

Die Vorbereitungen rund um den Preußenkönig hatten allerdings auch ihren Preis. 2011 sei ein „Jahr hinter den Kulissen“ gewesen, sagte Dorgerloh. Vieles sei im Verborgenen vorbereitet worden, große Sonderausstellungen seien deshalb nicht möglich gewesen.

Damit erklärte der Generaldirektor auch den Besucherrückgang im vergangenen Jahr. Die Zahl der Gäste sank laut Stiftung im Vergleich zu 2010 um 16,1 Prozent auf knapp 1,9 Millionen Besucher. Zudem seien zwei Schlösser – Charlottenhof wegen Kontaminierung und Babelsberg wegen Bauarbeiten – 2011 für Besucher nicht zugänglich gewesen.

Zugleich gab es einen Zuwachs bei den Gesamteinnahmen. Diese stiegen nach vorläufigen Angaben binnen Jahresfrist um drei auf 66,5 Millionen Euro. Das größte Plus verzeichnete die Stiftung bei Zuwendungen und Spenden, die sich um knapp vier auf 18,6 Millionen Euro erhöhten. Darin enthalten ist auch der Masterplan, ein spezielles Bau- und Investitionsprogramm von Bund, Berlin sowie Brandenburg.

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