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Frau mit Telefon

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06.05.2012

Finanzbedarf E-Plus will Tausende Mobilfunkmasten verkaufen

Offiziell will sich E-Plus nicht zu dem geplanten Verkauf äußern.

Düsseldorf – Die drittgrößte deutsche Handy-Gesellschaft, E-Plus, will offenbar Tausende Mobilfunkmasten und Sendestationen an einen Finanzinvestor verkaufen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab. Erste Gespräche mit möglichen Interessenten habe E-Plus-Chef Thorsten Dirks in den vergangenen Wochen aufgenommen.

Grund für den geplanten Millionendeal sei der permanent hohe Finanzbedarf des Düsseldorfer Handy-Anbieters. Seit Monaten versucht das Unternehmen mit seinen Marken E-Plus, Base und Simyo den Mobilfunkmarkt mit aggressiven Flatrate-Angeboten aufzumischen und Konkurrenten wie der Telekom oder Vodafone Marktanteile abzujagen. Erst vor drei Wochen schockte der Düsseldorfer Mobilfunker die Konkurrenz mit einem neuen Tarif, in dem mobiles Internet, SMS und Telefongespräche für eine monatliche Pauschale von 20 Euro angeboten werden.

Nachteil des aggressiven Kurses: Es fehlt Geld für den dringend notwendigen Netzausbau. Das wolle Dirks nun über den Verkauf der Sendemasten einnehmen. Nach einem erfolgreichen Deal sollen die Stationen dann mit langfristigen Verträgen wieder angemietet werden.

Offiziell will sich E-Plus nicht zu dem geplanten Verkauf äußern, verweist aber auf die niederländische Mutter KPN. Die hatte bereits Ende vergangenen Jahres in den Niederlanden damit begonnen, Sendemasten zu verkaufen, und in einer ersten Tranche 78 Millionen Euro eingenommen.

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