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E.on-Spitze muss mit weniger Geld rechnen

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21.02.2012

Vorstandsvergütungen E.on-Spitze muss mit weniger Geld rechnen

Konzern: “Die Vorstandsvergütungen werden für 2011 geringer ausfallen als im Vorjahr”.

Düsseldorf – Die dramatischen Folgen der Energiewende für Deutschlands größten Energieversorger E.on bekommen jetzt auch die Vorstandsmitglieder des Konzerns zu spüren. “Die Vorstandsvergütungen werden für 2011 geringer ausfallen als im Vorjahr”, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Der Grund dafür liege vor allem im deutlich gesunkenen Aktienkurs des Konzerns.

Der Sprecher reagierte damit auf einen Bericht der “Rheinischen Post”, wonach die Vorstände des Energieriesen trotz des geplanten drastischen Personalabbaus auch in diesem Jahr auf hohe Bonuszahlungen hoffen können.

Die Zeitung hatte unter Berufung auf Konzernkreise gemeldet, für E.on-Chef Johannes Teyssen und Finanzchef Marcus Schenck sei bei der Berechnung der Bonuszahlungen eine Zielerreichung von 150 Prozent im Gespräch. Für Bernhard Reutersberg, der im Vorstand für den Konzernumbau und das Sparprogramm “E.on 2.0″ zuständig ist, stehe eine Zielerreichung von 120 Prozent zur Debatte. Zu diesen Details wollte sich der Unternehmenssprecher aber nicht äußern.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus einer festen Grundvergütung, einer jährlichen Tantieme und einer langfristigen variablen Vergütung zusammen. Im Jahr 2011 summierten sich die Gesamtbezüge des Vorstandes auf 15,4 Millionen Euro.

Gewerkschafter mahnt zur Zurückhaltung

Das Ausmaß der Zielerreichung spielt bei der Berechnung der variablen Vergütung für die Manager eine wesentliche, aber nicht die allein entscheidende Rolle. Ein großer Teil des Erfolgshonorars ist auch an den Aktienkurs gekoppelt. Der aber war im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent eingebrochen.

Denn E.on litt massiv unter den Folgen der Energiewende. Allein in den ersten neun Monaten 2011 verringerte sich der bereinigte Konzernüberschuss um 64 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro. Teyssen hat dem Konzern deshalb ein drastisches Sparprogramm verordnet. E.on will rund 11.000 seiner 80.000 Stellen abbauen, etwa 6.000 davon in Deutschland.

Auch deshalb könnten sich hohe Bonuszahlungen für die E.on-Spitze zum Streitfall entwicklen. Die “Rheinische Post” zitierte einen nicht namentlich genannten führenden Gewerkschafter mit dem Hinweis: “Es wäre ein schlechtes Signal, wenn der Vorstand sich in einer solchen Situation hohe Boni genehmigt.” Wobei allerdings die Entscheidung über die Boni nicht Sache des Vorstandes, sondern des Aufsichtsrates ist.

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