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DZ-Bank-Chef: Deutschland von Euro-Krise gefährdet

© DZ Bank

21.07.2011

Euro-Krise DZ-Bank-Chef: Deutschland von Euro-Krise gefährdet

Frankfurt/Main – Das wirtschaftliche und politische System Deutschlands könnte nach Ansicht deutscher Banker mit zunehmender Euro-Skepsis in Gefahr geraten. Wie Wolfgang Kirsch, Chef der DZ Bank, in einem Gastkommentar für das „Handelsblatt“ schreibt, könne die Bundesrepublik durch eine Krise der Europäischen Union den größten Schaden davontragen.

„Unsere ursprüngliche Vorstellung von der Währungsunion – eine gemeinsame Währung, aber keine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, sondern volle finanzpolitische Eigenverantwortung der Mitglieder – war von Anfang an ein Idealbild, das in der Gefahr stand, mit der Realität konfrontiert zu werden. Das ist jetzt passiert“, so Kirsch. Ein europäischer Finanzausgleich müsse zwei wesentliche Elemente enthalten.

„Erstens: Zwischenstaatliche Transferleistungen werden in den jeweiligen Landesverfassungen mit der Einführung einer Schuldenbremse nach deutschem Vorbild verbunden. Zweitens: Wir führen Euro-Bonds ein“, so der Bank-Chef. Danach könne sich jedes Land bis zu einer Verschuldung von 60 Prozent seines BIP mit einer Garantie des restlichen Euro-Raums refinanzieren. „Zusätzliche Schulden müssen ohne diese Garantie finanziert werden, Regelverstöße konsequent mit Sanktionen belegt werden.“

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