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Einsatzfahrzeuge Bundespolizei

© Wolfgang Pehlemann / CC BY-SA 3.0

06.02.2015

Sachsen-Anhalt Dutzende Mordfälle ungeklärt

„Sie verschwinden nicht in den Archiven.“

Halle – In Halle fehlt ein Jahr nach dem Mord an der bulgarischen Studentin Mariya N. noch jede Spur von dem Täter. Insgesamt 2130 Speichelproben hat die Mordkommission „Neuwerk“ bisher ausgewertet, ohne dem Unbekannten auf die Spur zu kommen, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet.

Offen sind unter anderem noch Rechtshilfeersuchen nach Russland, Schweden und Polen, wohin ehemalige Kommilitonen des Mordopfers zurückgekehrt waren, bevor die Ermittler sie sprechen konnten.

In Sachsen-Anhalt gibt es neben diesem Aufsehen erregenden Fall noch mehrere Dutzend Morde seit der Wende, die als ungeklärt gelten. Da Mord nicht verjährt, werden die Akten dazu immer wieder neu durchgesehen, sagte der hallesche Staatsanwalt Klaus Wiechmann. „Sie verschwinden nicht in den Archiven.“

Zum einen gebe es heute wissenschaftliche Methoden zur Überführung eines Täters, die vor Jahren noch nicht zur Verfügung standen. Zum anderen sei es auch möglich, dass sich die Täter jemandem anvertraut haben und sich die Mitwisser nach Jahren erst offenbaren.

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