Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Volkswagen-Werk Wolfsburg

© Andreas Praefcke / CC BY 3.0

21.06.2016

Dudenhöffer Brexit wäre für Automobilbranche problemlos verkraftbar

Wissenschaftler kritisiert politische Panikmache.

Osnabrück – Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hält die Auswirkungen eines möglichen britischen Ausstiegs aus der EU auf die Automobilwirtschaft für überschaubar. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte der Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen, einige Hersteller könnten sogar profitieren.

„Gehen wir mal davon aus, dass das Pfund nach dem Brexit deutlich abgewertet würde. Für den VW-Konzern und Daimler wäre das unangenehm, aber BMW, Ford und Opel hätten auch Vorteile, denn diese Autobauer sind mit Produktionen auf der Insel vertreten“, sagte der Professor. Ein beträchtlicher Teil des Währungseffektes werde so abgefedert.

Echte Gewinner wären Hersteller wie Nissan als größter in Großbritannien tätiger Automobilhersteller mit 500.000 Fahrzeugen im Jahr, außerdem Landrover, Toyota und Honda.

Politische Handelshemmnisse erwartet Dudenhöffer keine. Auch die Nachfrage der Kunden werde nicht dauerhaft sinken. Nachholeffekte und das Wachstum in anderen Regionen fingen kleine Dellen mehr als auf, sagte er. „Tatsache ist, die Autowelt geht durch einen Brexit nicht unter“, so der Wissenschaftler.

„Panikmache von Politikern, Verbänden und Unternehmen ist gefährlich“, warnte er. „Das größte Problem unserer Europapolitik ist die Glaubwürdigkeit“, gab Dudenhöffer zu bedenken. Diese leide, wenn die dramatisch geschilderten Folgen gar nicht zuträfen.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/dudenhoeffer-brexit-waere-fuer-automobilbranche-problemlos-verkraftbar-94283.html

Weitere Nachrichten

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

Wachstum RWE prüft Übernahmen

RWE will durch Zukäufe und eine Reform des Strommarktes wachsen. "Wir schauen uns an, wo wir vielleicht punktuell Zukäufe tätigen können. Dabei ...

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

RWE Energiekonzern kann für 2017 Dividende zahlen

Der Energiekonzern RWE kann für 2017 sein Dividenden-Versprechen halten, ohne Reserven anzugreifen. "Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. Wir wollen für ...

Hans Peter Wollseifer

© Mozamaniac / CC BY-SA 3.0

Handwerkspräsident Wollseifer Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse

Der Mangel an Fachkräften wird zur Wachstumsbremse im deutschen Handwerk. "Rund die Hälfte unserer Betriebe beklagt, dass die Besetzung offener Stellen ...

Weitere Schlagzeilen