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Drogeriemarkt dm

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22.04.2012

Drogeriemarktkette dm Marktführerschaft mit Babykleidung verteidigen

dm hat jüngst Karlsruhe ein großes Logikcenter nur für Textilien eröffnet.

Karlsruhe – Die Drogeriemarktkette dm will ihre Marktführerschaft künftig auch verstärkt durch den Verkauf von Babykleidung verteidigen. „Textilien sind bei uns ein sehr erfolgreiches Zusatzsortiment, das die Mütter gerne nachfragen“, sagte dm-Chef Erich Harsch der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe). Derzeit liege der Umsatzanteil der Textilien im „einstelligen Prozent-Bereich“, sagte Harsch. Der dm-Gesamtumsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 lag bei insgesamt 3,3 Milliarde Euro.

dm hat jüngst Karlsruhe ein großes Logikcenter nur für Textilien eröffnet. „Wir erwarten, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren weiter steigt“, sagte der Manager, der den Posten vor knapp vier Jahren von Unternehmensgründer Götz Werner übernommen hatte.

Die Insolvenz der langjährigen Nummer eins, Schlecker, bedauerte er: „Darüber kann man sich nicht freuen, dafür ist der Prozess zu schmerzhaft. Aber so etwas kommt vor in der sozialen Marktwirtschaft“, sagte Harsch. Er bestätigte allerdings, dass auch sein Unternehmen von der Schlecker-Krise profitiert hat: „Wir konnte 2012 bisher in Deutschland Monat für Monat zulegen. Und das führen wir auch auf diese Sonderentwicklung zurück“.

Harsch kritisierte jedoch die Konkurrenten, die versucht hätten, „von der Schwäche des langjährigen Branchenführers durch zum Teil aggressive Werbemaßnahmen zu profitieren“. Dm dagegen habe „keine besonderen Aktionen gestartet, schließlich sind wir keine Verfechter von Lock- und Verführungsangeboten“.

Harsch machte früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen Hoffnung auf einen neuen Job in seinem Unternehmen. Noch in diesem Jahr plane die Kette durch Neueröffnungen in Deutschland die Einstellung weiterer 1.500 Mitarbeiter. „Dabei kommt es auf die Qualifikation und nicht auf die Herkunft oder das Alter an“, versicherte er. Es habe schon Fälle gegeben, in denen dm-Mitarbeiter Beschäftigte von zu schließenden Schlecker-Filialen empfohlen hätten, sich doch bei dm zu bewerben.

Die Übernahme einer größeren Zahl von Schlecker-Läden schließt der dm-Chef jedoch aus: „95 bis 98 Prozent der Standorte kommen schon allein deshalb für uns nicht in Frage, weil sie zu klein sind“, so Harsch.

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