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Sepp Blatter

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15.03.2015

Fußball-WM 2022 Blatter wegen Menschenrechtsverletzungen zu Gesprächen in Katar

Seit zwei Jahren wird über die Menschenrechtslage in dem WM-Land diskutiert.

Doha – Fifa-Präsident Sepp Blatter ist Freitag kurzfristig noch einmal ins WM-2022-Gastgeberland Katar geflogen. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ wollte der 79-jährige Schweizer kurz vor dem Fifa-Entscheid über die Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in die Vorweihnachtszeit schnell noch ein Thema entschärfen. Blatter will im Emirat die Zusage einholen, endlich der Bildung einer unabhängigen Instanz zuzustimmen, die Menschenrechtsverletzungen gegenüber Gastarbeitern auf den WM-Baustellen kontrolliert.

Seit zwei Jahren wird über die Menschenrechtslage in dem WM-Land diskutiert, das zu 80 Prozent von Gastarbeitern bevölkert wird. Die meisten von ihnen sind Billigarbeitskräfte, die in Katar zu Tausenden die prunkvollen WM-Stadien, dazugehörige Hotels und Straßen bauen.

Viele der Arbeiter würden, so die Klagen unabhängiger Organisationen, wie Sklaven behandelt. Sie erhielten oft keinen Lohn, würden geschlagen und an der Ausreise gehindert.

Die Menschenrechtsverletzungen werden nicht zuletzt durch das in Katar gültige „Kafala“-System ermöglicht: Nicht der Staat registriert die Gastarbeiter und entscheidet über dessen Anträge, sondern der Arbeitgeber.

Ein weiteres Problem ist die katastrophale Sicherheitslage auf vielen Baustellen des Landes. 4.000 Menschen würden bis zum WM-Anpfiff sterben, falls nicht rasch nachgebessert werde, so die Britin Sharan Burrow, 61-jährige Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds Ituc.

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