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07.08.2011

Dobrindt: Union muss künftig FDP-Wähler für sich gewinnen

Berlin – Die Union muss nach den Worten von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt künftig von der FDP enttäuschte Wähler für sich zu gewinnen. In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ sagte Dobrindt: „Viele Wähler, die beim letzten Mal FDP gewählt haben, sind erkennbar enttäuscht. Aufgabe der Union ist, diese Wähler für sich zu gewinnen.“

Dennoch will Dobrindt an den Liberalen als Koalitionspartner festhalten und wies alle Überlegungen einer schwarz-grünen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl zurück: „Die FDP ist unser Partner im bürgerlichen Lager. Lieber päppeln wir jeden Abend die FDP mit Wadenwickeln auf, als dass wir uns mit den Grünen ins Bett legen.“ Deutlich distanzierte sich Dobrindt vom ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler, der in der FDP ein Problem für die CDU sieht: „Heiner Geißler mag ja ein Bahnhofsguru sein, aber als politischer Prophet taugt er nicht.“

Dobrindt warnte die Union davor, auf eine Neuauflage der großen Koalition zu setzen: „Die SPD taugt doch seit Jahren nicht mal mehr als Reserverad!“ Zum Angebot von SPD-Chef Gabriel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) künftig in schwierigen Situationen wie der Euro-Krise zu unterstützen sagte Dobrindt: „Eine Partei wie die SPD, die sich durch Langeweile und Selbstbeschäftigung auszeichnet, ist weit davon entfernt, überhaupt Angebote machen zu können.“

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