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Germanwings startet in Berlin-Tegel

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26.03.2015

Dobrindt Erkenntnisse zu Germanwings-Absturz „mehr als erschütternd“

Die Rückkehr in das Cockpit sei dem Piloten „aktiv verweigert“ worden.

Berlin – Für Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sind die Erkenntnisse der französischen Ermittler zum Absturz des Germanwings-Airbus in Südfrankreich „mehr als erschütternd“.

„Unsere Experten von der Flugunfalluntersuchung wirken an der Auswertung des Voicerecorders mit und haben uns bestätigt, dass der Kapitän das Cockpit verlassen hat“, sagte Dobrindt am Donnerstagnachmittag. Die Rückkehr in das Cockpit sei dem Piloten „aktiv verweigert“ worden, so der Verkehrsminister weiter. Auch das der Co-Pilot den Sinkflug der Maschine vorsätzlich eingeleitet habe, sei plausibel.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schloss derweil einen terroristischen Hintergrund aus: Es gebe nach derzeitigem Erkenntnisstand „keine Hinweise auf einen irgendwie gearteten terroristischen Hintergrund“. Deutsche Sicherheitsbehörden hätten bereits am Dienstag die Besatzung der Germanwings-Maschine routinemäßig überprüft. Die Ergebnisse seien allesamt negativ ausgefallen, betonte der Innenminister.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Marseille bekanntgegeben, dass der Co-Pilot des am Dienstagvormittag abgestürzten Germanwings-Flugzeugs den Sinkflug vorsätzlich eingeleitet habe. Der Mann habe sich alleine im Cockpit befunden: „Es sieht so aus, als habe der Co-Pilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht“, sagte Staatsanwalt Brice Robin nach der Auswertung des Stimmenrekorders.

Der Co-Pilot habe die Tür zum Cockpit nicht öffnen wollen, nachdem der Pilot dieses verlassen hatte, so der Staatsanwalt weiter. Der Mann, bei dem es sich um einen 28-Jährigen aus Rheinland-Pfalz handeln soll, sei bei Bewusstsein gewesen, habe aber nicht mehr geantwortet.

Die Passagiere hätten erst im allerletzten Moment begriffen, was passiert. „Erst ganz kurz vor dem Aufprall sind Schreie zu hören“, so der Staatsanwalt.

Das Flugzeug des Typs Airbus A320 war am Dienstagvormittag mit 150 Menschen an Bord im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt. Laut Germanwings waren 72 Bundesbürger unter den Passagieren.

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