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Marcel Fratzscher

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22.01.2015

DIW-Präsident EZB-Anleihekäufe „Spiel mit dem Feuer“

„Es gibt Risiken, aber es ist auch ein notwendiges Übel.“

Bonn – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die am Donnerstag bekanntgegebenen umfangreichen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) verteidigt, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, dass damit sämtliche Handlungsmöglichkeiten ausgeschöpft seien.

„Das ist in der Tat ein Spiel mit dem Feuer, es gibt Risiken, aber es ist auch ein notwendiges Übel. Dieses Programm ist die letzte Option für die EZB, die Kreditvergabe an die privaten Haushalte und die Unternehmen zu verbessern, damit Europa aus der Krise kommt“, sagte Fratzscher in der Fernsehsendung „Phoenix Runde“ (Phoenix).

Wie jedes Medikament habe auch dieses Vorgehen der Zentralbank Nebenwirkungen, doch hoffe er, dass zumindest ein Teil des Geldes nicht an die Börsen, sondern in die reale Wirtschaft fließe.

Fratzscher sehe zudem die reale Gefahr einer Deflation „und wenn man sie erst einmal hat, ist es zu spät“. Insofern handele die EZB vorausschauend.

Investitionen zu erleichtern sei die Vorgabe für ganz Europa. „Investitionen sind auch die große Achillesferse für die deutsche Wirtschaft“, so Fratzscher.

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