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28.06.2016

DIW Fratzscher hält Mindestlohn von bis zu 8,90 Euro für verkraftbar

„Deutschland ist mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro bisher gut ausgekommen.“

Düsseldorf – Für die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland ist nach Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf bis zu 8,90 Euro pro Stunde ab 2017 kein Problem.

„Die meisten Unternehmen werden die Erhöhung des Mindestlohns auf 8,80 Euro oder 8,90 Euro verkraften können, ohne dass viele Arbeitsplätze verloren gehen“, sagte Fratzscher der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe).

„Deutschland ist mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro bisher gut ausgekommen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Einhaltung des Mindestlohns müsse künftig aber besser kontrolliert werden. „Enorm viele Arbeitnehmer erhalten trotz Mindestlohns deutlich weniger. Die Politik sollte ihre Priorität auf die Umsetzung legen, auch wenn dies politisch schwieriger ist“, sagte Fratzscher.

Die Mindestlohnkommission gibt am heutigen Dienstag ihre Empfehlung für die Höhe des Mindestlohns ab 2017 bekannt.

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