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Dirk Nowitzki

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09.08.2015

Dirk Nowitzki „Olympia ist schon im Hinterkopf“

„Wir haben eine Monster-Vorgruppe erwischt.“

Berlin – Wenige Wochen vor Beginn der Basketball-Europameisterschaft am 5. September hat der deutsche Nationalspieler Dirk Nowitzki bekräftigt: „Wenn die EM in einem der Nachbarländer wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht mitgespielt. Die Vorrunde in Berlin ist für den deutschen Basketball etwas ganz Spezielles und ich habe gehört, die fünf Spiele sind auch schon fast ausverkauft. Mit den deutschen Fans im Rücken zu spielen, wird sicherlich Kribbeln pur“, sagte der NBA-Star in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. Für ihn sei es etwas „Besonderes, jetzt noch mal in Deutschland zu spielen“.

Sportlich werde die Aufgabe allerdings enorm schwer, prognostiziert der 37-Jährige: „Wir haben eine Monster-Vorgruppe erwischt, ich glaube, die schwerste bei dieser EM. Wir müssen Island zum Auftakt schlagen, da muss unsere junge Mannschaft Selbstbewusstsein tanken. Danach kommen die Bretter. Bei Spanien ist einer der Gasol-Brüder dabei, die Italiener haben vier NBA-Spieler, Serbien ist immer gut, die Türkei war letztes Jahr im WM-Viertelfinale.“ Minimalziel müsse zunächst sein, die Vorrunde zu überstehen.

Um die Teilnahme an einem olympischen Qualifikationsturnier sicherzustellen, müsste die deutsche Mannschaft bei der EM mindestens Platz sechs erreichen. Nowitzki sagt: „Olympia ist schon irgendwo im Hinterkopf. Peking 2008 war zusammen mit der Meisterschaft mit Dallas der sportliche Höhepunkt meines Lebens. Das noch mal zu erleben, wäre toll.“

Nowitzkis Vertrag in der NBA bei den Dallas Mavericks läuft noch zwei Jahre, „den erfülle ich auf jeden Fall. Die Spiele machen noch wahnsinnig Spaß, aber während der Saison war es manchmal schon schwer“ – vor allem wegen seiner Familie und den beiden kleinen Kindern. „Der Wettbewerb kitzelt schon noch“, sagte Nowitzki der „Welt am Sonntag“.

„Probleme macht ein wenig das Training im Sommer, sich da zu motivieren. Fitness habe ich den ganzen Sommer über durchtrainiert, im Urlaub morgens für zwei Stunden in den Kraftraum zu gehen, fällt im Alter jedoch schwerer.“

Das Familienleben genießt er in vollen Zügen. Ob er jetzt glücklich ist? „Jetzt ist es genau so, wie ich es mir vorgestellt habe: super“, antwortete Nowitzki: „Ich habe immer von Kindern geträumt. Wenn ich da bin, gebe ich mir auch das volle Programm, vom Windelnwechseln angefangen, einfach schön. Die Verantwortung hat natürlich alles verschoben.“

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