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Fußball

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05.02.2013

Fußball-Wettskandal Direktor von Bwin fürchtet Image-Verlust

Der „erste wirtschaftliche Verlierer“ sei immer der Wettanbieter.

Berlin – Die Anbieter von Sportwetten befürchten wegen des Manipulationsskandals im Fußball erhebliche Geschäftseinbußen. „Durch so einen Skandal und diese kriminellen Aktivitäten werden der Sport und die Sportwettenbranche massiv in ihrem Image und dem Vertrauen ihrer Fans und Kunden geschädigt“, sagte Jörg Wacker, Direktor des Sportwettenanbieters Bwin, „Handelsblatt-Online„. Der „erste wirtschaftliche Verlierer“ bei einer Wettmanipulation und bei Betrug sei immer der Wettanbieter. „Er muss die die Gewinne auszahlen. Gerade deshalb haben wir als Anbieter natürlich größtes Interesse, dass nicht manipuliert wird.“

Am Montag hatte die Strafverfolgungsbehörde Europol den bislang größten Wettmanipulationsskandal publik gemacht. Allein in Europa sollen demnach in den Jahren 2008 bis 2011 insgesamt 380 Fußballspiele verschoben worden sein – darunter auch Partien der Champions League sowie der WM- und EM-Qualifikation. In Deutschland sind laut Europol 70 Partien betroffen. Gesteuert wurden die Manipulationen nach Angaben der Ermittler von Singapur aus.

„Das Hauptproblem bei Wettmanipulationen ist der nicht kontrollierbare Schwarzmarkt in Asien“, sagt Wacker. „Jeder Anbieter, der lizenziert und staatlich kontrolliert ist, hilft, den Schwarzmarkt trockenzulegen. Das muss das oberste Ziel aller Beteiligten sein.“ Bwin spreche sich deshalb schon seit Jahren für eine regulierte und kontrollierte Öffnung des gesamten Markts aus. „Das muss EU-weit mit einer Bündelung der Kräfte passieren. Ein einziger Mitgliedstaat hat keine Chance, effektiv etwas gegen die asiatische Wettmafia zu erreichen.“

Scharfe Kritik übte Wacker am neuen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Der verschärfe tendenziell das Problem des Wettbetrugs, da er den Schwarzmarkt fördere. „Die Zahl der Sportwettenlizenzen soll auf 20 begrenzt werden, und für die lizenzierten Online-Anbieter gibt es weitreichende Einschränkungen“, sagte Wacker. „Damit sind ihre Angebote nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber Schwarzmarktanbietern. Viele Kunden werden sich daher den vermeintlich attraktiveren Schwarzmarktangeboten zuwenden.“

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