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08.04.2010

Diplomat aus Katar von US-Marshals auf Inlandsflug überwältigt

Washington – Wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Anschlags haben Sky Marshals der US-Behörden auf einem Inlandsflug in der Nacht zum Donnerstag einen Diplomaten aus Katar überwältigt. Die Flugbegleiter gingen nach Informationen aus dem US-Kongress davon aus, dass der Diplomat, der auf der Bordtoilette geraucht hatte, einen Sprengsatz zünden könnte. Die Maschine wurde von Kampfjets nach Denver eskortiert, wo kein Sprengsatz gefunden wurde.

Vize-Konsul Mohammed el Modadi wurde am Mittwochabend auf einem Flug der Gesellschaft United Airlines von Washington nach Denver überwältigt. Ein Mitarbeiter der US-Sicherheitsbehörden sagte, der Zugriff der bewaffneten Flugbegleiter sei möglicherweise auf ein „massives Missverständnis“ zurückzuführen. Modadi hatte sich zuvor auf der Flugzeugtoilette aufgehalten und dort geraucht, was verboten ist. Die Flugbegleiter waren von einem Mitglied der Crew eingeschaltet worden, das Rauch aus der Toilettenkabine kommen sah.

In ersten Fernsehberichten hatte es geheißen, der Fluggast sei überwältigt worden, als er in seinen Schuhen verborgenen Sprengstoff zünden wollte. Diese Berichte beruhten offenbar auf einem kurzen Gespräch zwischen dem Diplomaten und den Sicherheitsbeamten. Als diese den Diplomaten darauf ansprachen, was er in der Toilette angezündet habe, habe dieser geantwortet „Ich setze meine Schuhe in Brand“, berichtete der Sender ABC News. Diese „sarkastische“ Aussage sei von den Flugbegleitern für bare Münze genommen worden.

Nachdem die Sky Marshals den Diplomaten überwältigt hatten, alarmierte der Pilot die US-Sicherheitsbehörden. Daraufhin stiegen zwei F-16-Kampfjets auf, die die Passagiermaschine zum Flughafen in Denver geleiteten.

Der Vorfall rief Erinnerungen an einen versuchten Sprengstoffanschlag auf eine US-Maschine an Weihnachten wach. Damals hatte ein 23-jähriger Nigerianer versucht, eine US-Linienmaschine mit 290 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Der Versuch schlug fehl, weil Fluggäste und Besatzung den Mann überwältigten. Die Flugsicherheitsbehörde TSA erklärte nach dem Vorfall auf dem Flug nach Denver, sie unternehme „alle Schritte, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten“.

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