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09.01.2011

Dioxinbelastung kein Argument für Töten von Tieren

Hannover – Der Vorsitzende der tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT), Thomas Blaha, hält das so genannte Keulen von Tieren für unnötig, die dioxinbelastetes Futter gefressen haben. „Es gibt zwar Situationen, bei denen Tötungen zum Schutz des Gemeinwohls notwendig sind, beispielsweise Seuchen“, sagte der Professor dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Das trifft für Dioxinbelastungen wie im vorliegenden Fall aber nicht zu.“ Blaha, der die Außenstelle für Epidemiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover leitet, nannte Alternativen: „Man könnte beispielsweise belastete mit unbelasteten Eiern vermischen. Damit kämen wir in Verdünnungsstufen, die wir tagtäglich zu uns nehmen.

Ähnliches ließe sich auch für Fleischprodukte denken.“ Auch dafür müsste man die Tiere nicht vorzeitig töten. In Irland habe man das schon bei Schweinen durchgeführt. Man müsse die Tiere nur länger im Stall stehen lassen und ihr Fleisch anschließend mit nicht kontaminiertem Fleisch mischen, um ein gesundheitlich unbedenkliches Produkt zu gewinnen. „Weil es diese Möglichkeiten der wirtschaftlichen Verwertung gibt, existiert kein ethisch vertretbarer Grund, die Tiere zu töten“, so Blaha.

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