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08.06.2017

Digitalisierung Servicebeschäftigte beklagen Mehrbelastung

„Arbeit 4.0“ Thema beim Digitalgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Berlin – Die Digitalisierung der Wirtschaft sorgt bei Beschäftigten des Dienstleistungssektors für Verunsicherung und auch Mehrbelastungen. Das zeigt eine Sonderauswertung des DGB-Index „Gute Arbeit“ durch die Gewerkschaft Verdi, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Demnach gehört für 83 Prozent der Servicebeschäftigten Arbeit mit Internet, Smartphone und Co. inzwischen zum Berufsalltag. Von den befragten Bankangestellten, die stark digital arbeiten, fürchten 60 Prozent, dass neue Technologien ihren Job bald überflüssig machen könnten. Im öffentlichen Dienst oder Handel beklagen Beschäftigte dagegen eher, dass mit Einzug der Digitalisierung ihre Arbeitsleistung stärker kontrolliert wird.

Einbezogen wurden in die Auswertung Antworten von 6.555 Beschäftigten des Dienstleistungssektors. 63 Prozent gaben an, dass ihre Arbeit nach eigener Einschätzung in hohem oder sehr hohem Maße digitalisiert ist. Von ihnen wiederum klagt knapp die Hälfte (47 Prozent) über eine gewachsene Belastung durch die neuen Technologien. Schuld ist neben einem erhöhten Arbeitspensum auch die Erwartung, mehrere Aufgaben parallel zu erledigen. Eine Entlastung spüren nur acht Prozent.

Auf der anderen Seite berichten 22 Prozent der Befragten von einer verbesserten Work-Life-Balance durch Nutzung digitaler Technologien, nur elf Prozent von einer Verschlechterung.

Verdi fordert eine stärkere Mitbestimmung der Beschäftigten beim Einsatz digitaler Technologien. In der Tarifrunde für die Versicherungsbranche hatte die Gewerkschaft gerade versucht, einen „Zukunftstarifvertrag Digitalisierung“ durchzusetzen, der unter anderem einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen vorsieht. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sind allerdings vor Kurzem gescheitert.

Die „Arbeit 4.0“ wird auch Thema beim Digitalgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Montag und Dienstag in Ludwigshafen sein.

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