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05.03.2010

Digitales Gedächtnis gegen das Verschwinden

München (pressebox) – Zum deutschlandweiten „Tag der Archive“ am Samstag ruft das Ahnenforschungsportal Ancestry verstärkt zu größerem Bewusstsein für die Erhaltung historischer Dokumente auf. Das Unternehmen kooperiert seit über 10 Jahren weltweit mit Archiven, Museen und Bibliotheken, digitalisiert deren Datenbestände, stellt sie im Internet der Öffentlichkeit zur Recherche zur Verfügung und bietet so eine Plattform zur Bewahrung eines kollektiven Gedächtnisses.

Immer mehr Archiven, Bibliotheken, Verlagen, Forschungsstellen und genealogischen Arbeitsgruppen in Deutschland fehlt der Platz, das Geld oder die Technik zur digitalen Erfassung ihrer Bestände. Hier greift das Unternehmen tatkräftig unter die Arme: Mittels modernster Technologien und speziell geschulter und erfahrener Teams übernimmt Ancestry das Einscannen von Büchern und Dokumenten. Lässt das Dokumentenformat der historischen Bestände kein automatisiertes Scannen zu, übernimmt dies das Team vor Ort und digitalisiert, wenn nötig, die wertvollen Zeitzeugen Seite für Seite.

Damit setzt das Unternehmen ein Zeichen für mehr Geschichtsbewusstsein und plädiert für die verstärkte Erhaltung historischer Quellen. „Wenn jahrhunderte alte Schätze wie literarische Nachlässe, Fotographien, Soldatenakten, Telefonbücher oder Passagierlisten im Fokus des Interesses stehen, wie am Samstag beim „Tag der Archive“, ist auch immer das kollektive Gedächtnis zu unserer Geschichte ein Thema. Historische Quellen, auf die zukünftige Generationen nicht mehr zugreifen können, verschwinden auf immer und ewig – und dabei sind sie wertvolle Dokumente der Zeitgeschichte und wichtige Zeugnisse zahlreicher Familiengeschichten“, so Brett Lohr Bouchard, Geschäftsführer von Ancestry.de. „Wenn diese nicht gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, geraten sie womöglich für immer in Vergessenheit – und mit ihnen tausende Geschichten.“

Die jüngsten Digitalisierungsprojekte, mit denen Ancestry für Furore sorgte, sind die kürzlich veröffentlichten Soldatenlisten und Militärhandbücher deutscher Armeen zwischen 1600 und 1914 aus dem Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg, Mecklenburgische Kirchenbuchduplikate aus den Jahren zwischen 1813 und 1918 aus dem Landeshauptarchiv in Schwerin sowie die umfangreichen Soldatenlisten der Bayerischen Armee aus dem Ersten Weltkrieg, deren Originale im „Kriegsarchiv“ des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München lagern. Insgesamt stellt das weltweite Ancestry-Netzwerk bereits mehr als vier Milliarden internationale familienhistorische Aufzeichnungen in historischen Dokumenten zur Online-Recherche bereit, davon mehrere Millionen deutsche Einträge in Auswanderungs- und Volkszählungslisten, historischen Adress- und Telefonbüchern, Einwanderungslisten und vielen weiteren Archivbeständen.

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