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Die Temperaturen sinken weiter

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01.02.2012

Wetter Die Temperaturen sinken weiter

ADAC muss pro Tag zu 20.000 Einsätzen fahren – Bereitschaft zur Blutspende nimmt ab.

Offenbach – Sonnenschein und Eiseskälte bestimmen auch in den kommenden Tagen das Wetter in Deutschland. Meteorologen rechnen damit, dass die Temperaturen weiter sinken. “Am Wochenende werden im Osten des Landes in den Nächten und in den Morgenstunden verbreitet minus 20 Grad erreicht”, sagte Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach auf dapd-Anfrage. “Bei mäßigem Wind in den Niederungen können die gefühlten Temperaturen sogar auf bis zu minus 30 Grad sinken”, fügte Malewski hinzu.

Nach Westen hin wird es mit minus drei bis minus fünf Grad am Tag etwas milder. Dabei scheint größtenteils die Sonne. Milderes Wetter sei bis zu Beginn der nächsten Woche noch nicht in Sicht, sagte Malewski.

Grund für die weiter sinkenden Temperaturen ist nach Angaben des DWD eine Kaltfront, die derzeit über Polen liegt und langsam nach Deutschland zieht. Bereits in der Nacht zum Mittwoch seien in Polen gebietsweise minus 23 Grad gemessen worden. Diese Kälte komme nun nach Deutschland, sagte Malewski.

Die eisigen Temperaturen sorgten in den vergangenen Tagen zu einem massiven Ansturm auf die Pannenhilfe des Autoklubs ADAC. An normalen Tagen würden die Helfer bundesweit zu etwa 10.000 Einsätzen gerufen, sagte ADAC-Sprecherin Maxi Hartung am Mittwoch in München. Seit Montag habe sich die Zahl der Einsätze pro Tag in etwa verdoppelt. Darüber hinaus sei es insbesondere in den Morgenstunden schwierig, über die Hotline Helfer zu rufen, fügte Hartung hinzu.

Einige Blutspendezentren in den Ländern warnen aufgrund der Kälte vor Engpässen bei der Versorgung. “Bei Eis und Schnee kommen immer weniger Menschen zur Blut- und Plasmaspende”, sagte Knud-Peter Krause, Medizinischer Vorstand des Blutspendedienstes Haema, der allein in Sachsen an zehn Standorten vertreten ist. Auch Spendezentren in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Berlin und Brandenburg registrierten nach eigenen Angaben einen Rückgang der Spendenbereitschaft im Januar.

Auch für die Tiere birgt das kalte Wetter Gefahren. Insbesondere Winterschläfer wie der Igel seien stark gefährdet, teilte der Naturschutzbund NABU mit. Durch die milden Temperaturen in den vergangenen Wochen seien sie aus ihrem Schlaf gerissen worden und nun der Kälte ausgeliefert.

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