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DHB-Präsident für Quotenregelung in der Bundesliga

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26.01.2012

Strombach DHB-Präsident für Quotenregelung in der Bundesliga

“Auch die Bundesliga-Klubs wollen doch deutsche Top-Spieler”.

Belgrad – Nach dem siebten Platz bei der EM in Serbien und dem damit verbundenen Verpassen der Olympia-Qualifikation ist die Diskussion über zu geringe Einsatzzeiten für deutsche Spieler und die dominante Rolle ausländischer Profis in der Handball-Bundesliga (HBL) neu entbrannt. “Da muss sich etwas ändern”, sagte Ulrich Strombach am Donnerstag. Der Präsident des Deutschen Handballbundes (HBL) fordert eine Quotenregelung, um den einheimischen Nachwuchs besser zu fördern und damit auch die Nationalmannschaft zu stärken.

“Das ist nicht nur für uns vonnöten. Auch die Bundesliga-Klubs wollen doch deutsche Top-Spieler haben”, sagte der DHB-Boss: “Aber rein rechtlich sind uns die Hände gebunden.” Auch auf einen Konsens mit den Erstligisten hat Strombach “keine Hoffnung”. Der Konflikt zwischen Verband und Liga schwelt bereits seit Jahren.

Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand hatte sein Amt im vergangenen Jahr unter anderem auch aufgrund dieser Problematik niedergelegt. Unter Brands Nachfolger Martin Heuberger verbesserte sich die Zusammenarbeit zwischen Verband und Bundesligavereinen zuletzt allerdings wieder. So verlegte die Liga den letzten Spieltag vor der EM, um der Nationalmannschaft eine längere Vorbereitung zu ermöglichen. Bezüglich einer einschränkenden Ausländerregelung zeigt sich die HBL jedoch nicht kompromissbereit.

“Die Diskussion über die Einführung einer Quote wird schon seit Jahren geführt. Ich kann dazu nur sagen, dass die Quote nicht umsetzbar sein wird. Was wir brauchen, das ist eine Spitzenqualität auf ausgewählten Positionen. Da müssen wir besser werden”, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann: “Der Anteil deutscher Spieler in der Liga beträgt im Übrigen 56 Prozent. Das ist ein hoher Prozentsatz.”

Für den DHB scheint dies jedoch zu wenig. Heuberger habe bei der Zusammenstellung seines Kaders nicht genug Alternativen. Daher könne es nach der EM auch keinen großen Umbruch im Aufgebot geben, sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier: “Wir müssen mit dem Leben, was aus der Bundesliga kommt.” DHB-Manager Brand ergänzte: “Es ist einfach, immer über einen Umbruch zu reden. Aber man muss dafür auch die Möglichkeiten haben.”

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