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Kevin-Prince Boateng

© Byse91 / gemeinfrei

06.01.2013

Rassismuseklat DFL-Geschäftsführer lobt Boateng für Zivilcourage

„Das war ein großartiges Zeichen von ihm.“

Frankfurt – Nach dem Rassismuseklat in Italien hat DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig die Reaktion von Kevin-Prince Boateng als einen Akt der Zivilcourage begrüßt. „Das war beispielhaft“, sagte er der „Welt am Sonntag“ (E-Tag: 6. Januar 2013). „Das war ein großartiges Zeichen von ihm. Wir fordern immer Zivilcourage ein. Nun hat sie mit Kevin-Prince Boateng auch jemand gezeigt. Solche direkten Zeichen sind nur zu begrüßen.“

Sollte es auch in der Bundesliga zu rassistischen Beleidigungen kommen, würde sich Rettig ebenfalls für einen Spielabbruch aussprechen. „Denn so etwas darf nicht toleriert werden.“

Die Bundesliga sieht er im Kampf gegen Rassismus aber weiter als Italien. „Es ist zwar auch bei uns nicht alles rosarot“, sagte Rettig. „Aber ich denke, dass wir offener mit Fremden umgehen.“

Hintergrund:

Bei einem Freundschaftsspiel zwischen dem AC Mailand und dem Viertligisten Pro Patria am 3. Januar 2013 kam es wiederholt zu rassistischen Beleidigungen ihm und weiteren Mitspielern gegenüber. In der 26. Minute nahm sich Kevin-Prince Boateng deswegen im laufenden Spiel den Ball, schoss ihn gegen die Begrenzung des entsprechenden Zuschauerbereichs und verließ daraufhin den Platz. Boatengs Mitspieler folgten ihm und das Spiel wurde abgebrochen.

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