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Greuther Fürth schmeißt Hoffenheim raus

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08.02.2012

DFB-Pokal Greuther Fürth schmeißt Hoffenheim raus

Innenverteidiger Marvin Compper mit früher Roter Karte – Siegtor unmittelbar vor der Halbzeit.

Hoffenheim – Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth ist erstmals in der Vereinsgeschichte ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen und hat die Krise bei 1899 Hoffenheim weiter verschärft. Die Franken machten mit einem 1:0 (1:0) beim Bundesliga-Achten das Weiterkommen perfekt. Damit dürften auf Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski, der von Mäzen Dietmar Hopp bereits im Vorfeld harsch kritisiert worden war, schwere Zeiten zukommen.

Vor nur 14.000 Zuschauern erzielte Olivier Occean kurz vor der Pause den Siegtreffer (44. Minute) gegen die nach dem Platzverweis für Marvin Compper (36.) lange in Unterzahl spielenden Gastgeber. Fürth machte damit den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte perfekt und darf in der Runde der besten Vier am 20./21. März nun vom Finale träumen.

“Haben nun das Spiel unseres Lebens”

“Die Jungs spielen mit soviel Leidenschaft und Herz. Das ist sensationell. Ich bin permanent stolz auf die Spieler. Jetzt haben wir das Halbfinale, das Spiel unseres Lebens”, sagte Fürths Trainer Mike Büskens.

Sein Gegenüber Stanislawski war dagegen “richtig enttäuscht”. Die Mannschaft habe eine richtig gute Partie geboten und alles investiert, sagte Stanislawski: “Leider haben wir uns mit der Roten Karte selbst bestraft. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind raus, unter welchen Umständen ist im Pokal egal.”

Bereits in den ersten Minuten zeigten sich beide Mannschaften engagiert. Hoffenheim kam dabei durch den erstmals von Beginn an auflaufenden Neuzugang Srdjan Lakic zu einer ersten Chance, dessen Flachschuss konnte Torwart Max Grün jedoch souverän parieren (8.). Zu seinem Pflichtspieldebüt bei den Profis von 1899 kam der 21 Jahre alte Tobias Strobl, während die beiden Stars Sejad Salihovic und Ryan Babel zu Beginn auf der Bank Platz nehmen mussten.

Compper greift Fürstner ins Gesicht

Die zweite gute Möglichkeit von Lakic verhinderte Fürths Kapitän Thomas Kleine, indem er dem kroatischen Stürmer eine Hereingabe von Peniel Mlapa vom Fuß spitzelte (23.). Kurz darauf kam Mlapa auf der linken Seite frei zum Schuss, zog jedoch knapp rechts am Tor vorbei (24.). Bei den Gästen scheiterte Occean mit der ersten klaren Chance an Tom Starke (30.).

Vier Minuten später wurde es unsportlich. Nach einem Schubser von Compper gegen Christopher Nöthe kam es zu einer Rudelbildung. Compper wischte in der unübersichtlichen Situation Gegenspieler Stephan Fürstner durchs Gesicht, was Schiedsrichter Marco Fritz als Tätlichkeit wertete und mit einem Platzverweis bestrafte (36.).

Fürth übernahm nun gegen die geschockt und verunsichert wirkenden Hoffenheimer die Kontrolle über das Spiel. Starke musste sich bei einem Distanzschuss von Heinrich Schmidtgal enorm strecken, um einen Rückstand zu verhindern (40.). Unmittelbar vor der Pause ereilte Hoffenheim der nächste Tiefschlag. Occean konnte einen langen Pass aus der Abwehr annehmen, über Gegenspieler Daniel Williams auf den linken Fuß heben und auch an Jannik Vestergaard vorbei im Tor unterbringen (44.).

Fürth in zweiter Halbzeit abgeklärt, Hoffenheim ideenlos

In der zweiten Spielhälfte schaffte es Hoffenheim nicht, Fürth entscheidend unter Druck zu setzen. Da sich aus dem Spiel heraus wenig Chancen ergaben, versuchte es Edson Braafheid mit einem Fernschuss, der jedoch knapp über die Latte strich (62.). Auch die Einwechslung von Babel brachte nicht mehr Schwung in den Angriff von Hoffenheim (64.). Der Niederländer setzte einen Ball aus 25 Metern deutlich über das Tor. Kurz vor Schluss hätte Occean alles klar machen können, grätschte jedoch knapp an einer Flanke von rechts vorbei (80.).

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