newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Deutschland mit 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2010

Frankfurt – Der Chefökonom des Finanzdienstleistungsunternehmens Unicredit, Andreas Rees, hat die Prognose für das Wirtschaftswachstum Deutschlands für das Jahr 2010 auf Grund des überraschend starken zweiten Quartals von 2 Prozent auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert. In einem Interview mit „Börse Online“ bekräftigte Rees zugleich, dass die meisten Frühindikatoren weltweit ihren Höhepunkt überschritten hätten. 2011 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) deshalb nur noch um 1,75 Prozent zulegen. Weil Programme der öffentlichen Hand auslaufen, falle ein wichtiger Impulsgeber für die Konjunktur weg.

Der zweite Grund für die Abschwächung sei der Lagerzyklus. Langsam laufe der davon ausgehende Impuls nun aus. „Im dritten und vierten Quartal wird das BIP-Wachstum noch ordentlich sein. Nächstes Jahr lässt die Dynamik der Nachfrage aus dem Ausland dann sicherlich nach, sowohl aus den USA als auch aus den asiatischen Schwellenländern“, sagte Rees.

Das Risiko eines „Double Dip“, eines erneuten Rückfalls in die Rezession, in den USA beziffert der Volkswirt mit 25 Prozent. „Nachdem das Steuerprogramm zur Stützung des Immobilienmarkts ausgelaufen ist, schwächelt die Häusernachfrage erneut“, stellte er fest. Außerdem seien die privaten US-Haushalte sehr hoch verschuldet und die Sparquote relativ kräftig gestiegen – „und der Anpassungsprozess wird noch weitergehen“.

Komme es in Amerika zu einer geordneten Abschwächung der Konjunktur, sei es für die deutsche Wirtschaft wichtiger, was in Asien passiere. „Anders sähe es aus, falls die US-Wirtschaft sich massiv abschwächen würde, da das Land natürlich eine erhebliche Bedeutung für Drittmärkte hat, auch für Asien“, meinte Rees.

Den Euro sieht er im kommenden Jahr wieder schwächer, da die Diskussion um die Staatsschulden einiger europäischer Länder an den Devisenmärkten wieder aufflammen werde.

08.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden vertagt. In der rund 10stündigen Verhandlung ist es unter anderem gelungen, sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen zu verständigen. ...

Bundesagentur für Arbeit Entgelte im Jahr 2020 nur leicht gestiegen

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten lag im vergangenen Jahr bei 3.427 Euro. Gegenüber dem Jahr 2019 sind die Löhne und Gehälter damit um 26 Euro gestiegen, dem geringsten Anstieg seit dem Jahr 2009. Damals stiegen die Entgelte ...

Thomas-Cook-Pleite Staat kommt billiger davon als gedacht

Bauernprotest droht Abschlussbericht erzürnt Landwirte

ZDK Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist der falsche Weg

Studie Mehrheit der Deutschen will früher in Rente

Umfrage Öffentliche Hand zahlt immer mehr Strafzinsen

E-Fahrzeuge ZDK begrüßt Verlängerung der Innovationsprämie

Neue Berufskrankheiten Lungenkrebs und Hüftgelenksarthrose

DGB Aussagen zu Rentensteigerungen „Märchen“

DB Cargo-Chefin Nikutta China-Geschäft boomt wie nie

Debatte über höheres Renteneintrittsalter Jeder Fünfte stirbt vor Erreichen des 69. Lebensjahres

Willkommen im Club! Die Zusatzangebote der großen Online-Shops

Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Hartges „Das ist kein Öffnungs-, sondern ein Schließungsplan“

Nachtzug-Geschäft Deutsche Bahn kauft keine neuen Schlafwagen

Autoexperte Das Apple-Auto wird es nicht geben

BA-Chef Scheele Kurzarbeit wird Bundesagentur noch bis Ende 2022 belasten

Corona-Pandemie Krankenhausärzte warnen vor Kliniksterben

Aktien - ETFs & Co Wo ist das Geld aktuell am besten angelegt?

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »