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Apartement-Wohnung

© Brendel / CC BY-SA 2.5

30.12.2015

Mieterbund Deutschland braucht 400 000 neue Wohnungen im Jahr

Die Politik habe alle Warnungen in den Wind geschlagen.

Regensburg – Um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Metropolen und Universitätsstädten zu verringern, müssten in Deutschland pro Jahr mindestens 400 000 neue Wohnungen gebaut werden, verlangte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, in der Mittelbayerischen Zeitung (Donnerstag). In diesem Jahr wurden rund 260 000 Wohnungen fertig gestellt.

Bereits vor der jetzigen Flüchtlingswelle hätten in Deutschland rund 500000 bezahlbare Wohnungen gefehlt, aber die Politik habe alle Warnungen in den Wind geschlagen, kritisierte Siebenkotten. Nun werde die Situation durch Flüchtlinge, die ebenfalls erschwingliche Wohnungen suchten, weiter verschärft.

Vor diesem Hintergrund sprach sich Siebenkotten auch für gezielte steuerliche Anreize für private Bauherren aus, die in bestimmten Regionen, in bestimmten Städten mit großer Nachfrage sozial gebundene Wohnungen im Bereich von sechs bis acht Euro Miete je Quadratmeter schafften.

Siebenkotten begrüßte entsprechende Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Eine steuerliche Förderung von Luxuswohnungen sowie Mitnahmeeffekte müssten dabei allerdings ausgeschlossen werden, verlangte der Mieterbund-Direktor.

Siebenkotten verwies darauf, dass Anfang der 90er Jahre in Deutschland rund 600 000 Wohnungen pro Jahr errichtet worden waren. Damals kamen viele Russlanddeutsche ins Land.

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