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Deutscher wird Chef von Blackberry-Hersteller RIM

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23.01.2012

Rücktritt Deutscher wird Chef von Blackberry-Hersteller RIM

Thorsten Heins tritt Nachfolge von Gründern Jim Balsillie und Mike Lazaridis an.

Toronto – Mit einem Deutschen an der Spitze will der schwächelnde Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) den Weg aus der Krise finden. Thorsten Heins werde die Nachfolge der Gründer und bisherigen Chefs Jim Balsillie und Mike Lazaridis antreten, teilte das kanadische Unternehmen am Sonntag mit. Heins war bislang als Chief Operating Officer für RIM tätig und war vor vier Jahren von Siemens zum Smartphone-Konzern gekommen.

Balsillie und Lazaridis hatten nach 20 Jahren an der Spitze von RIM am Sonntag ihren Rücktritt bekannt gegeben. In jedem erfolgreichen Unternehmen komme der Zeitpunkt für die Gründer, die Führung abzugeben, sagte Lazaridis. Dieser Zeitpunkt sei nun gekommen. Balsillie erklärte, er habe volles Vertrauen in Heins, das Management und das Unternehmen. Er bleibe ein wichtiger Anteilseigner und Verwaltungsratsmitglied. Lazaridis wird stellvertretender Verwaltungsratschef und Leiter eines neu gegründeten Innovationsausschusses.

Zuletzt hatte RIM eine Reihe von Rückschlägen erlitten und Milliarden an Marktwert eingebüßt. So räumte das Unternehmen Verzögerungen bei der Markteinführung seines neuen Smartphones ein. In den USA ist der Anteil des Unternehmens am Smartphone-Markt von 44 Prozent im Jahr 2009 auf nur noch zehn Prozent gesunken. In die Schlagzeilen geraten war RIM zuletzt mit einem Netzwerksausfall, der in Teilen Europas bis zu drei Tage dauerte.

Für das vergangene Quartal, das mit dem 26. November endete, wies RIM einen Gewinnrückgang von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 265 Millionen Dollar (204 Millionen Euro) aus. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (rund vier Milliarden Euro).

Angesichts der harten Konkurrenz durch das iPhone von Apple und anderer Smartphones mit Googles Android-Software rechnet RIM auch für das laufende Quartal mit einem Rückgang der Verkaufszahlen. Analysten zufolge hängt die Zukunft des einst richtungsweisenden Unternehmens wesentlich von der Entwicklung und Etablierung einer neuen Software-Plattform ab.

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