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17.09.2009

Deutscher Fußball-Bund plant Anzeige gegen NPD

Berlin – Der Deutsche Fußball-Bund prüft rechtliche Schritte gegen den NPD-Pressesprecher Klaus Beier, der bei den Bundestagswahlen und den Landtagswahlen in Brandenburg antritt. Das berichtet der Tagesspiegel in seiner morgigen Ausgabe. Der Rechtsextremist Beier hatte am Dienstag in einer Fernsehsendung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) gesagt, der türkischstämmige Nationalspieler Mesut Özil sei „ein Plaste-Deutscher, sprich ein Ausweis-Deutscher“. Die Äußerung rief bundesweit Empörung hervor. „Wir werden den Fall in enger Abstimmung mit Werder Bremen und Mesut Özil juristisch prüfen lassen“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Donnerstag dem Tagesspiegel.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam teilte mit, sobald ein Strafantrag eingehe, werde ein Ermittlungsverfahren gegen Beier eingeleitet. In Justizkreisen hieß es, die Äußerung Beiers über Özil sei „durchaus als Beleidigung zu werten“. Özil war am Donnerstag nicht zu erreichen, da er sich mit seinem Verein Werder Bremen auf Madeira auf das heutige Europa-League-Spiel gegen den CD Nacional Funchal vorbereitet. NPD-Mann Beier war bereits im April vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Hetze gegen den dunkelhäutigen Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. „Wir sind stolz darauf, dass Mesut Özil deutscher Nationalspieler ist“, betonte DFB-Präsident Zwanziger. „Dies ist das Zeichen für das Deutschland, das sich der DFB wünscht – ein freies, tolerantes und selbstbewusstes Land, in dem kein Platz für nationalistisches Denken und Rassismus ist, wie es die Wirrköpfe der NPD zu verbreiten versuchen“.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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